Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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F. Paul Wilson: Der Erbe
Jetzt bestellen bei amazon.de! Auf Handyman Jack wartet eine Woche, die selbst er, der ja leidgeprüft ist, so noch nie hat erdulden müssen. Sieben Tage, die Jacks Leben, seine Pläne und Träume für immer verändern, die aus dem Mann, der Dinge auf seine ganz eigene Art in Ordnung bringt, einen Anderen machen.

Doch beginnen wir am Anfang. Einst war Jacks Leben ganz einfach. Zwar gab und gibt es ihn offiziell nicht, weder die Meldebehörde noch das Finanzamt haben ihn gespeichert, doch wenn Jemand bedroht wurde, wenn böse Menschen einmal mehr ungestraft davonzukommen glaubten, dann griff Handyman Jack ein, und stelle, auf seine ganz eigene Art ein Stück Gerechtigkeit her.

Als Timmy, ein Bekannter aus seiner Kneipe ihn bittet, seine verschwundene Nichte zu suchen, ahnt er noch nicht, dass er erneut im Spiel zweier körperloser, kosmischer Entitäten manipuliert wird. Als er die Entführte findet begegnet er zum ersten Mal bewusst den Men in Black – Agenten des Verbündeten, die seit Jahrtausenden im Kampf gegen die Andersheit dafür sorgen sollen, dass die Erde den Menschen erhalten bleibt.

Und eben jene Macht des Verbündeten hat ihn als Kämpfer für ihre Sache auserkoren. Das dumme an der Angelegenheit ist nur, dass Jack zum Einen absolut keine Lust hat sich in eine ungewollte Rolle zwingen zu lassen, und, dass Menschen die ihm am liebsten sind, dafür leiden müssen.
Denn nur ein Speer ohne Seitenäste ist ein starker, ein tödlicher Speer. So hat der Verbündete seit Jahren dafür gesorgt, dass seine Verwandten Anschlägen zum Opfer fielen. Nun, um den widerspenstigen Jack im Feuer der Verzweiflung und Wut zu stählen, sollen ihm seine Frau und sein Pflegekind genommen werden – doch da hat die Entität die Rechnung ohne Jack gemacht …




Die Repairman Jack, oder wie ihn die Verlage Deutsch nennen Handyman-Jack Romane waren eigentlich immer nach einem ähnlichen Schema aufgebaut. Jemand mit einem Problem das moralisch gerechtfertigt ein Eingreifen erforderlich machte wandt sich an Jack. Mit dessen Hilfe bekamen die Bösen eins auf die Mütze und neben der guten Tat konnte Jack noch einen Zugang bei seiner Sammlung an Goldmünzen verbuchen.

Seit einigen Romanen schon rückt der übernatürliche Aspekt der Reihe immer weiter in den Vordergrund. Der Kampf, nein eigentlich die Auseinandersetzung der beiden kosmischen Entitäten um den Nebenkriegsschauplatz Erde nahm einen immer breiteren Raum ein, die Verzahnung der Handyman Jack Romane mit dem Adversary Zsklus (dt. ebenfalls und komplett bei Festa) wurde vorangetrieben. Dabei ist bereits seit langem klar, wie die Romane um den Mann, der alles „richten“ kann enden werden, ist doch der entsprechende Roman bereits erschienen.
Im vorletzten Band der Reihe um Jack – der Autor hat, des großen Erfolgs der Figur willen noch einige Romane mit Jugendabenteuern um Jack nachgeschoben – geht es ans Eingemachte. Vorbei ist es mit der Auseinandersetzung mit Verbrechern, mit Kinderschändern oder Unsympathen, die ihre Frauen schlagen.
Vorliegend geht es ans Eingemachte.

Und das Gebotene ist beileibe keine einfache, schnelle Lektüre. Wie gewohnt schreibt Wilson zwar packend und temporeich, ja es geht atemberaubend spannend voran, doch der Inhalt schockt.
Gerade als Vater kann ich es gut nachvollziehen, wenn uns der Autor von einem verzweifelten Jack berichtet, der hilflos miterleben muss, wie seine kleine Welt um ihn herum, die er immer und unter allen Umständen schützen wollte zusammenbricht. Ausgerechnet die Personen, die ihm selbst am Wichtigsten sind leiden, werden seinetwegen zu Opfern. Pikant dabei, dass nicht etwa die „böse“ Andersheit und Rasalom hinter den Anschlägen steckt, sondern die gute Seite selbst ihn unnachgiebig und mitleidlos zu manipulieren sucht. Das schockt in der Aussage und ihrer Ausführung im Roman, zeigt uns einen hilflosen Jack und wirkt doch in sich stimmig, schrecklich real und rührt den Leser, der mit dem liebgewonnenen Protagonisten leidet.

Noch ein Band wartet darauf, ins Deutsche übertragen zu werden, dann ist der eigentliche Zyklus um Jack abgeschlossen. Dass der Verlag das Format, abweichend von den bisherigen Goldmann Taschenbüchern zu einem etwas größeren Format geändert hat wird Regal-Puristen verzweifeln lassen, macht das Buch aber zugleich dank etwas größerem Satz leichter lesbar.

F. Paul Wilson: Der Erbe.
Festa, September 2012.
480 Seiten, Taschenbuch, 13,95 Euro.

Carsten Kuhr

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