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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Juli Zeh: Nullzeit, gelesen von Britta Steffenhagen & Thomas Sarbacher
Jetzt bestellen bei amazon.de! Sven hat Deutschland aus Überzeugung den Rücken gekehrt und ist Tauchlehrer auf einer Insel. Hier fühlt er sich sicher, weit weg vom "Kriegsgebiet Deutschland", deren Lebensart ihn anwidert. Dabei ist es noch nicht einmal so, dass Sven nicht in der Lage gewesen wäre, dort erfolgreich zu sein. Sein Jurastudium hat er mit Bestnoten zu Ende gebracht. Aber dann wollte er nicht mehr, sich nicht mehr den leichtfertigen Verurteilungen und den Vorurteilen stellen, sich nicht mehr anpassen um jeden Preis. Deswegen die Insel. Eines seiner Lebensprinzipien ist es, niemals über andere Menschen zu urteilen.

Seine neuen Gäste, die Schauspielerin Jola und der Schriftsteller Theo haben das ganze Programm gebucht. Nicht nur Tauchkurse, sondern auch Inselbesichtigung, Restaurantbesuche, Ausflüge, etc. Jola will sich auf die Rolle einer weiblichen Tauchlegende vorbereiten, die sie unbedingt für ihre Karriere braucht und Theo begleitet sie, weil sie seine Lebensgefährtin ist.

Das Hörbuch beginnt mit einer harmlosen Schilderung von Sven, wie er die beiden vom Flughafen abholt. Die Perspektive wechselt zwischen Svens Erzählung, die auch seine Vergangenheit beinhaltet, und Jolas Tagebuch. Am Anfang sind es nur winzige Kleinigkeiten, die nicht übereinstimmen. Hier eine Annäherung, die anscheinend nur einer von beiden verstanden hat, da ein Ausflug, an den beide nicht ganz die gleiche Erinnerung haben.

Aber irgendwann driften die Schilderungen auseinander. Die beiden erzählen die gleiche Begebenheit, aber nicht mal annähernd dasselbe. Es wird immer klarer, einer der beiden erzählt dem Zuhörer nicht die Wahrheit.

Juli Zeh hat zwei zerrissene Figuren geschaffen, die eine kann die Vergangenheit nicht abstreifen, die andere arbeitet ein Stück zu selbstständig an der Zukunft. Herausgekommen ist ein Thriller, der bis zum Ende spannend bleibt und den Leser nachdenklicher als ein herkömmlicher Thriller zurücklässt.

Nullzeit ist ein Begriff aus der Tauchersprache. Er beschreibt die Zeit, die ein Taucher in einer bestimmten Tiefe bleibt, um keinen Schaden zu nehmen. Wie lange kann Sven sich aus der Gesellschaft ausklinken, ohne Schaden zu nehmen? Wie lange kann Jola ihr Spiel spielen, ohne Schaden zu nehmen? Wie lange kann Theo seinen Selbstbetrug aufrecht erhalten, ohne Schaden zu nehmen?

Hervorragend vorgetragen von zwei Sprechern, die sich gut ergänzen und die für den Zuhörer immer klar machen, wessen Geschichte erzählt wird. Wenn auch dadurch zunächst nicht klarer wird, welche der beiden Geschichten wahrer ist.

Juli Zeh: Nullzeit, gelesen von Britta Steffenhagen & Thomas Sarbacher.
DAV, August 2012.
4 CDs, 19,99 Euro.

Regina Lindemann

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