Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Jule Mann: Es gibt viel zu tun, heften wir‘s ab
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jule Mann kommt aus der freien Wirtschaft, schlimmer noch, sie hat in der Kreativ-branche gearbeitet. Dort war sie die rechte Hand und gute Seele ihres Chefs, der zwar die Firma in Richtung Pleite gewirtschaftet hat, ihr aber weitgehend freie Hand ließ. Man könnte also sagen, sie ist eigenständiges, eigenverantwortliches Arbeiten gewöhnt. Um so schlimmer ist der Kulturschock, als sie im deutschen Amt anfängt.

Von selbständig kann da nicht mehr die Rede sein, von arbeiten auch nur bedingt. Dabei ist es nicht so, dass ihre neuen Kollegen nicht beschäftigt wären. Es ist nur immer so viel zu tun und zu bedenken, ehe man mit der Arbeit beginnen kann. Da ist der Kantinenspeiseplan durchzudiskutieren, da müssen die Fußballergebnisse vom letzten Wochenende besprochen werden, da muss eine Karte für eine Kollegin organisiert werden. Ein einfaches Begleitschreiben wird mehrere Tage zwischen ihr und ihrem Vorgesetzten hin- und herkorrigiert, um dann sofort und persönlich zur Post gebracht werden zu müssen.

Jule tut ihr Bestes, um in der ungewohnten Umgebung zu überleben. Aber sämtliche organisatorischen Verbesserungsvorschläge ihrerseits stoßen auf taube Ohren.

Jule Mann bedient so ziemlich jedes Klischee des faulen Beamten, das es seit der Erfindung des Beamtentums gibt. Ich hatte ein Interview von ihr gelesen und fand den Gedanken ganz witzig. Aber der Witz nutzt sich von Seite zu Seite mehr ab. Das liegt zum Teil daran, dass es nicht wirklich Neues zu entdecken gibt, zum anderen kämpft man aber auch mit dem Stil der Autorin, die ihre Aufgabe nicht etwa darin sieht, Unter-schiede aufzudecken, sondern mit zunehmend gehässiger Boshaftigkeit über ihre Amtskollegen urteilt. Ja, sie ist überqualifiziert für den Job, den sie angenommen hat. Ja, sie ist unterbezahlt für ihre Qualifikation. Was sie zum Beispiel nicht verstanden hat, ist, dass für ihre Arbeit vielleicht jemand vorgesehen war, dessen Qualifikation der Bezahlung entspricht und der es dann vielleicht braucht, genaue Angaben und Kontrolle zu bekommen.

Über alles und jeden hat die Autorin eine Meinung und ein Urteil parat. Vielleicht ist sie schon angesteckt von dem "Das-machen-wir-aber-so"-Syndrom, dass ihr am Anfang so zu schaffen macht.

Fazit: Als Abendlektüre ganz witzig, aber ohne jeden Tiefgang.

Jule Mann: Es gibt viel zu tun, heften wir‘s ab.
rororo, Januar 2013.
240 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Regina Lindemann

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