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Laurell K. Hamilton: Schwarze Träume
Jetzt bestellen bei amazon.de! Siebenundzwanzig Jahre alt ist sie jetzt, hat eine erfolgreiche Karriere als Totenerweckerin und Vampirpählerin hinter sich und lebt unzüchtig mit nicht weniger als drei Männern zusammen. Anita Blake heißt sie, die toughste Frau von St. Louis.

Oktober ist selbst hier kalt und regnerisch, die Herbstdepressionen lauern an jeder Ecke zumal, wenn man, wie bei Anita der Fall, von der Ardeur, einer ungezügelten, kaum zu stillenden Sexlust geplagt wird. Dass sich ihre Kräfte dabei immer weiter entwickeln, dass sie selbst Vampire an sich bindet, kommt erschwerend hinzu. Während sie von der unstillbaren Sexlust beherrscht wird, können nur ihre Seelengefährten sie vor sich selbst und vor größerem Schaden bewahren. Während ein Ehepaar, dessen Sohn bestialisch kastriert, vergewaltigt und anschließend ermordet wurde sie engagieren will, kommt es im Büro zu einem Anfall der Ardeur, den sie nur durch ein animalisches Liebesspiel mit Nathaniel befriedigen kann. Als sie Nathaniel dann im Guilty Pleasures in dem er als Stripper arbeitet absetzt, kommt es zu Eklat. Primo, einst römischer Legionär, dann Kämpfer in der Arena will die Macht über die Stadt an sich reißen. Um ihm zu widerstehen braucht Jean-Claude alles, was Ainta ihm geben kann und mehr …



Zunächst ist anzumerken, dass vorliegendes Buch wiederum nur der erste Teil eines für die Übersetzung in zwei Bände auseinandergesplitteten Romans darstellt. Insoweit ist ein endgültiges Urteil hier noch nicht möglich, kann der Handlungsbogen nicht insgesamt beurteilt werden. Wie bereits in den letzten Bänden der Reihe um die Totenerweckerin und Henkerin der Vampire nehmen die erotischen Schilderungen immer breiteren, ja mittlerweile dominierenden Raum ein. In vorliegendem Buch stehen die ersten zwei-drittel des Textes eigentlich ausschließlich im Zeichen der Lust. Hamilton beschreibt hier ohne Scheu nur eines – wilde, animalische Liebesspiele die immer mehr in den Bereich Sado-Maso abdriften. Aus einer verklemmten, puritanischen Frau aus streng-gläubigen Elternhaus wurde eine Nymphomanin, die ihr Verlangen nicht nur ungezügelt auslebt, sondern von diesem beherrscht wird. Dabei rührt sie an so gut wie jedem Tabu, das gerade in den verklemmten USA gang- und gebe ist. Gruppensex, Verkehr mit mehreren Männern, Sodomie und Sado-Masopraktiken – nicht bleibt außen vor, um die Leser an die Seiten zu fesseln. Selbst pädophile Gelüste werden, im Gewand derer, die Anita jagt, thematisiert. Dabei hätte Hamilton dies gar nicht nötig. Die Gestalt der Anita Blake als solches war so interessant, so vielschichtig gezeichnet, dass es hier noch jede Menge Ansatzpunkte für eine glaubwürdige Weiterentwicklung der Figur und der Handlung gegeben hätte. Auch die Welt die die Autorin uns nach und nach vorgestellt hat bot jede Menge interessanter Anknüpfungspunkte. Doch Sex sells, und scheinbar reduziert Hamilton sich und ihre Werke immer mehr auf entsprechende Beschreibungen. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn sie darüber nicht vergessen würde, eine Geschichte zu erzählen. Sicherlich, die gefühlsbetonten Verwicklungen des einstigen Triumvirats aus Henker, Vampir und Werwolf, die sich zwischenzeitlich auf Werleoparden, weitere Vampire und sonstige übernatürliche Wesen ausgeweitet haben sind nicht uninteressant, verschwinden aber fast unter der Last und Menge der sexuellen Beschreibungen. Das befriedigt letztlich in erster Linie voyeuristische Bedürfnisse der Leser, ohne dass wir eine wirklich spannend aufgezogene Handlung vorgesetzt bekommen würden.

Laurell K. Hamilton: Schwarze Träume .
Bastei Lübbe, Januar 2013.
576 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Carsten Kuhr

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