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David Baddiel: Halb so wild
Jetzt bestellen bei amazon.de! Eine gelungene Mischung aus Tiefsinn und schwarzem Humor legt der britische Autor David Baddiel mit seinem vierten Roman „Halb so wild“ vor.

Der berühmteste Schriftsteller der Welt, Eli Gold, liegt in einem New Yorker Krankenhaus im Sterben. Weil er fünf Mal verheiratet war, hat er eine weitläufige Verwandtschaft. Da ist zum Beispiel Elis 44-jähriger Sohn Harvey aus der dritten Ehe, der im langen Schatten seines berühmten Vaters aufgewachsen ist und an Depressionen leidet. Er fliegt von London in die USA, um seinen Vater zu besuchen.

Oder Harveys erst achtjährige Halbschwester Colette aus der fünften Ehe. Sie wacht mit Mutter Freda über den Koma-Patienten. Auch Violet, Elis erste Ehefrau, erfährt im Altenheim über den Zustand ihres Exmanns und nimmt auf ihre Weise Anteil an seinem Schicksal.

Und dann gibt’s noch einen fundamentalistischen Mormomen, der den Tod seiner Schwester rächen will, Elis vierter Ehefrau. Mit ihr hatte der Schriftsteller einen Doppelselbstmord geplant, bei dem jedoch nur die Frau starb. Es bleibt offen, ob Eli nicht vielleicht sogar genau diesen Ablauf vorgesehen hatte.

„Halb so wild“ erzählt abwechselnd aus den Perspektiven dieser Figuren. Es ist erstaunlich, wie gut sich Baddiel in die Denkweisen der so unterschiedlichen Charaktere einfühlen kann. Nach und nach entsteht ein wenig schmeichelhaftes Bild eines egoistischen Mannes, der mit einer Frau nur so lange zusammenleben kann, wie sie körperlich attraktiv ist. Kleiner Gag: Ausgerechnet Bill Clinton und Philip Roth besuchen den Sterbenden – zwei Männer also, deren Verhältnis zu Frauen ebenfalls in einem eher zweifelhaften Ruf steht.

Doch der Roman geht weit über die Beziehungen von Mann und Frau hinaus. Altern ist ein weiteres Thema. Auch zeigt er etwa, wie sich ein Sohn nach und nach aus dem Schatten seines Vaters befreit und am Ende sogar in gewisser Weise über ihn hinauswächst. Insgesamt ein richtig gutes und vielschichtiges Buch.



David Baddiel: Halb so wild.
Blessing, April 2013.
544 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Andreas Schröter

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