Madrigal für einen Mörder
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Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Richard Dübell: Der letzte Paladin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Das Rolandslied ist eine der ältesten deutschen Dichtungen. Entstanden, als das Rit-tertum Ideale von Mut und Ehre als höfische Lebensart entdeckte, wurde es quer durch das Mittelalter getragen, und bis heute erhalten. Es handelt vom übermenschlichen Mut eines Ritters, der am Ende sein Leben gibt, um seinem König zu dienen.

777 ist Karl der Große, später Kaiser des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation und erster Verfechter der Schriftlichkeit in Amtsdingen, noch König der Franken und das noch nicht einmal ganz unumstritten. Außerdem haben die Franken mit so ziemlich allen Völkern um sie herum Streit. Karls wichtigste Kämpfer sind die Paladine - neun an der Zahl, die Elite der Elite, handausgelesen - gelten als unbesiegbar. Sie sind eine Bastion, jeder für sich, aber auch als Gruppe. Da kommt Karl auf den Gedanken, ihre Zahl auf zwölf zu erhöhen - stellvertretend für die zwölf Jünger Jesu. Die heilige Zahl scheint aber gar nicht so heilig zu sein, denn obwohl es nicht die Schuld der drei Neuen ist, herrscht seitdem keine rechte Einigkeit mehr unter den Paladinen.

Einer der drei neuen Paladine ist der junge Ritter Roland. Nach dem Willen des Königs soll er baldmöglichst heiraten, die schöne Arima ist Karls Mündel und Herrin der Passburg zwischen dem Frankenreich und dem Reich der Mauren. Bislang war die Burg neutral, trotz ihrer christlichen Bewohner, aber mit dem Einzug eines Paladins - das ist jedem Diplomaten seiner Zeit klar - wird sich diese Neutralität zugunsten der Franken in Nichts auflösen. Die Burg in Frankenhand wäre Karls Fuß in der Tür zum verfeindeten Maurenreich. Dazu kommt, dass Arimas Herz bereits einem anderen gehört. Ausgerechnet der Heerführer der Mauren hat das Herz der schönen Burgherrin gewonnen. Es macht die Sache in unkomplizierter, dass sie auch Roland mag.

Als die beiden Rivalen sich begegnen, stellen sie fest, dass sie einander achten kön-nen. Dass sie beide bedauern, dass sie Feinde sein müssen. Etwas wie eine Freund-schaft bahnt sich an. Keine Feindschaft ist so tief wie die zwischen ehemaligen Freunden, kein Hass so unerbittlich wie der zwischen zwei Individuen, die sich achten, das müssen auch die beiden lernen.

Meiner Ansicht nach ist "Der letzte Paladin" Richard Dübbells bisher bestes Buch. Aus den zwölf Paladinen wählt er wenige aus, denen er einen dafür umso ausgearbeiteteren Charakter gibt. Es gelingt ihm, den Staub zwischen den Seiten herauszublasen, der deutschen Ritterromanen manchmal immer noch anzuhaften scheint. Er stellt die Paladine endlich dahin, wo sie hingehören: Auf die gleiche Stufe schillernder, farbenprächtiger Sagenhaftigkeit, wie sie englische Legendenritter längst haben. Dübbells Figuren sind authentisch mittelalterlich und doch lebendig. Aus seltsam grau-braun gekleideten Gestalten, die unverständliche Dinge unternehmen, werden Männer mit Zielen und Idealen, werden echte Romanhelden des 20. Jahrhunderts. Der Leser lacht und weint mit ihnen und fiebert mit Ihnen mit. Und hofft bis zuletzt für beide Seiten.

Fazit: Nicht verpassen, buntes, lebendiges fränkisches Hochmittelalter.

Richard Dübell: Der letzte Paladin.
Bastei Lübbe, März 2013.
496 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Regina Lindemann

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