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Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
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Eberhard Rathgeb: Kein Paar wie wir
Jetzt bestellen bei amazon.de! „... Im Spiegel sehe ich eine alte Frau. Sie ist jeden Morgen da und schaut mich an und sagt mir, dass sie ich sei, und ich beginne mich darüber zu wundern. Sie sagt auch, dass sie bald gehen werde. Und ich denke, gut, du wirst gehen, aber ich werde bleiben. Die Frau schaut mich ganz ernst an, schüttelt den Kopf und sagt, du kommst mit . ...“ (S. 74)
Jede Zeit kennzeichnet sich durch bestimmte Lebensmodelle. 1940, 1950 ging eine amerikanische, ledige Frau nicht alleine in Restaurants oder Bars und wenn doch wurde sie wie eine persona non grata behandelt. Ledige Frauen hatten ab einem gewissen Alter einen Makel. Eine anständige Frau heiratete früh, bekam ihre Kinder und wurde am Herd wartend alt.
Vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund beschließen die zwei Schwestern Ruth und Vika, weder zu heiraten noch als Geliebte an der Seite eines Mannes zu leben. Stattdessen streben sie ihre eigene berufliche Karriere an. Ruth, die sich im elterlichen Haus wie eine Gefangene fühlt, bricht als Dreißigjährige aus. Sie will gegen den Willen der Eltern ihr Glück in New York machen. Ihre jüngere Schwester Vika zieht nach einem erfolgreichen Studium hinterher. Die beiden leben wie ein Paar zusammen, gehen auf Reisen und genießen finanziell unabhängig ihre Freiheiten. Als ihre Eltern nicht mehr alleine leben können, sehen die Schwestern sich gezwungen, ihre Eltern zu pflegen.
Eberhard Rathgeb widmet sich in seinem zweiten Roman wieder dem Thema Auswanderung. Das Besondere in seinem Roman ist die Geschichte zweier Frauen, die einerseits in gesellschaftlichen Konventionen gefangen sind, andererseits diese durchbrechen. Sein ungewöhnlicher Erzählstil beginnt mit den nackten Fakten, um anschließend darum herumkreisend dem Leben der beiden Schwestern unzählige Details beizufügen. Diese Erzählform ähnelt dem Bänkelgesang, denn bestimmte Informationen tauchen immer wieder auf, während die eigentliche Lebensgeschichte teilweise über Rückblenden ausgebreitet wird. Diese Erzählform erlaubt dem Roman viele kleine Spannungsbögen, die sich schließlich zu einer großen Spirale aufbauen.
Am Ende bleibt das Fazit: Konventionen sind dazu da, um gebrochen zu werden. Hierin unterscheidet sich die gelebte von der geträumten Freiheit.

Eberhard Rathgeb: Kein Paar wie wir.
Hanser, Februar 2013.
192 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,90 Euro.

Sabine Bovenkerk-Müller

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