Der Tod aus der Teekiste
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Liz Jensen: Die da kommen
Jetzt bestellen bei amazon.de! Soziale Interaktion ist nicht die Sache von Hesketh Lock. Gerade deswegen hat er Anthropologie studiert. Und gerade deswegen ist er in der Lage, Muster in menschlichem Verhalten zu erkennen, ohne sich von kulturellen Vorurteilen ablenken zu lassen. Er sucht kulturelle Ursprünge in ärgerlichem Verhalten, analysiert anstatt zu reagieren. So ist er der Erste, der einen Zusammenhang zwischen mordenden Kindern und sabotierenden Selbstmördern - nein, nicht erkennt, aber doch zumindest erahnt.

Alles fängt damit an, dass Hesketh nach Taiwan geschickt wird, um bei der Aufklärung einer sehr seltsamen Sache zu helfen. In einer Holzfabrik wurde auf eine Art Sabotage verübt, die nur durch Indiskretion rechtzeitig aufgedeckt werden konnte. Hesketh soll den Sänger suchen und natürlich den Saboteur. Das gelingt ih recht schnell, denn es handelt sich dabei um ein und dieselbe Person. Sunny Chen gesteht, spricht davon, dass es nicht er war, der all das getan hat, sondern Geister, die seinen Körper übernommen hätten. Dann bringt er sich um.

Die nächste Reise führt nach Dubai. Auch hier: Sabotage, Entdeckung, Selbstmord. Dieses Mal jedoch steht Hesketh direkt neben dem Mann, ehe er in die Tiefe springt. Er erlebt hautnah mit, wie der Mann sich scheinbar aus dem Nichts bedroht fühlt und auch er kann die Bedrohung sehen: Ein kleines Mädchen, nur ein kleines Mädchen geht auf sie zu. Nach dem Sprung behaupten alle anderen Anwesenden, dort wäre nichts gewesen - aber sie Lügen zu offensichtlich. Auch hier ist die Rede von Geistern - aber diesmal von Geistern aus der arabischen Kultur.

Hesketh beginnt Zusammenhänge zu sehen zwischen den Saboteuren und Kindern, die ihre Eltern, Großeltern oder Betreuer töten. Beide Phänomene tauchen weltweit auf, es gibt scheinbar keinen Zusammenhang und gerade das ist der Zusammenhang.

Philosophisch knüpft "Die da Kommen" an Richard Mathesons großartiges "Ich bin Legende" an und es kann damit durchaus mithalten. Hesketh Locks Welt ist noch nicht zerstört und von Kreaturen bewohnt, aber die Zukunft hat schon begonnen. Jedoch ist Liz Jensen noch einen Schritt weitergegangen und liefert dem Leser eine Begründung für die bevorstehende Veränderung. Dazu hat sie mit dem beinah autistischen Antropologen eine Figur geschaffen, die schnell ans Herz wächst und die durch ihre Handlungen und Denkweisen schon aufmerksam macht. Man verliert sich als Leser niemals in diesem Buch, aber man kann es auch nicht an die Seite legen. Liz Jensen kitzelt den Intellekt des Lesers, ohne dabei langatmig zu werden. Es wird eine vollständige Geschichte erzählt, aber trotzdem bleibt genug unklar, um die Phantasie anzuregen

Fazit: Großartiger Science-Fiction

Liz Jensen: Die da kommen.
dtv, Juni 2013.
320 Seiten, Taschenbuch, 14,90 Euro.

Regina Lindemann

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