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Jim Butcher: Wandel
Jetzt bestellen bei amazon.de! An seiner Bürotür – ja Harry hat inzwischen ein richtiges Büro! - prangt in großen Lettern – Harry Dresden, Magier. Nach Jahren der Rebellion, in denen er nicht nur von den Vampiren sondern auch von seinen eigenen Leuten, dem weißen Rat der Magier gejagt wurde, gehört er inzwischen zum Establishment. Selbst angesehenes Mitglied des weißen Rates, hat er in den Kämpfen gegen die Vampire des roten Hofes bewiesen, wie wichtig er für seine Magierkollegen ist. Inzwischen nennt er neben dem Büro auch einen Lehrling sein Eigen, hat der Versuchung, so mancher würde es Fluch nennen, als Winterritter der Sidhe anzutreten enrgsich abgelehnt und lässt es sich nun in Chicago gut gehen.

Der erfehrene Leser weiß, dass das nicht lange gut gehen kann.

Ein Anruf genügt – seine alte Liebe, wegen ihm zur Halbvampirin gewandelt, meldet sich und offenbart ihm nicht nur, dass er Papa ist, sondern auch, dass der rote Hof seine Tochter entführt hat und bei einem Maya-Ritual opfern will.

Bei Harry brennen alle vorhandenen und ganz besonders die nicht vorhandenen Sicherungen durch. Die Roten wollen seinem eigen Fleisch und Blut an den Kragen – das muss verhindert werden – um jeden Preis. So sucht und findet Harry ungewöhnliche Verbündete, nimmt den Fehdehandschuh auf und zieht in den Krieg – wehe, wenn man einen Magier verärgert – und Harry ist nicht nur not amused, er ist so was von angepisst c

Ein Dutzend ist voll, aber ganz anders, als bei den meisten sonst die Büchertische belegenden Serien wird Harry Dresden nicht etwa langweilig, sondern immer besser.
Das liegt neben der dieses mal vorbildlichen Übersetzung auch daran, dass es Butcher versteht, seinen Helden ein ums andere Mal neu zu erfinden, dem Charakter immer wieder andere Seiten abzugewinnen, ohne dass er damit das Bild seinen Protagonisten umkrempeln würde. Harry ist und bleibt ein Zyniker mit einer vorlauten Klappe und einem kugelsicheren Ledermantel, der es mit Autoritäten gar nie nicht hat. Doch auch er kann, wenn er denn genügend gedrängt wird, richtig fies werden. Und das ermöglicht es dem Autor seine Schwerpunkte ein wenig zu verschieben. Magie, noch dazu zum Schaden Anderer nimmt einen ungewöhnlich breiten Raum im Roman ein. Da fliegen die Funken, werden Gestalten gewechselt, Feuerkugeln geworfen und Dämonen, Vampire und Feen bekämpft was das Zeug hält. Das artet dann in einen Showdown aus, der es in sich hat.

Harry wirkt, verständlich durch die Schicksalsschläge, seine Feinde aber auch seine Verbündeten härter, zynischer und kompromissloser als bislang. Nach wie vor hat er seine moralischen Grundsätze an die er sich klammert, sieht sich aber zusehends gezwungen diese zu überdenken, und ungeliebte Bündnisse einzugehen. Dass dies an seinem Charakter nicht ohne Spuren zu hinterlassen vorbeigeht ist klar, die entsprechenden Beschreibungen Butlers sind unauffällig aber in sich stimmig ausgeführt.

Gerade als es so schien, als ob das Leben von Harry in geordnetere Bahnen münden würde, wird sein Dasein, seine Lebensauffassung erneut von außen kommend über den Haufen geworfen. Während in diesem Band noch die Rettung des Kindes im Vordergrund steht – ein absolut fieser Cliffhanger macht hier auf den nächsten Roman neugierig – kommt die Aufarbeitung der neuen Situation, die unerwartete Vaterrolle aber auch die Ruflektion über die eigene Kindheit, die Familie noch ein wenig kurz und wird nur angerissenn. Dass die Geschehnisse dieses Bandes ihre seelischen Narben bei Harry hinterlassen haben, hinterlassen müssen ist klar, wie er in Zukunft mit Schuld und Sühne und seiner neu definierten Rolle umgehen wird bleibt mega-interessant.

Jim Butcher: Wandel.
Feder & Schwert, März 2013.
656 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Carsten Kuhr

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