Der Cousin im Souterrain
Der Cousin im Souterrain
Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Die Hexen von Penbury IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Edward Wheeler: Die Hexen von Penbury
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jed Walker lebt als recht erfolgloser Autor und Journalist in Florida. Eines Tages, kurz nach dem Tod seiner Mutter, erhält er Post. Eine Einladung seiner ihm unbekannten Tante aus England flattert komplett mit einem First-Class Ticket ins Haus und schon kurze Zeit später bricht er auf seine Wurzeln in Penbury, Yorkshire zu erkunden.

Vor einigen Jahren erregte die Gegend unr√ľhmliches Aufsehen, als nicht weniger als sechs unerkl√§rliche Selbstmorde reicher Honoratioren ihren Weg in die Gazetten fand. Neben dem Besuch seiner Tante und deren Familie will Jed die Zeit f√ľr Recherchen √ľber die mysteri√∂sen Todesf√§lle nutzen, um daraus Inspiration f√ľr einen Roman zu ziehen.

Kaum in Penbury angekommen lernt er die neue, bet√∂rend h√ľbsche Pfarrerin kennen. Seine Tante und ihre Familie nehmen ihn herzlich auf, alles scheint seinen Gang zu gehen, nur Alfred, der Stiefsohn seiner Tante verfolgt Jed mit einem unvers√∂hnlichen Hass. In der Folgezeit versucht Jed nicht nur den Selbstmorden auf die Spur zu kommen, sondern auch Informationen zu den in dieser Gegend verbreiteten Hexenzirkeln zu erlangen. Nur zu bald sieht er sich einer Mauer des Schweigens gegen√ľber. Als Menschen, die er bei seinen Recherchen kennengelernt hat, ermordet werden, und vieles danach aussieht, als sei er der T√§ter, wird deutlich, dass ein Unbekannter ihn aus dem Weg r√§umen will. Doch wer und warum?

Spuren f√ľhren in die in der N√§he gelegene Abtei, deren M√∂nche sich dem Studium paranormaler Kr√§fte verschrieben haben. Doch auch Alfred ist unter den Verd√§chtigen.

Im Verlauf seiner Nachforschungen dringt unser Held tief ein in die Geheimnisse des Landstrichs, in Wicca-Anbetung und erlangt Deutungen der Bibel, die er so nie erwartet hat ...

Edward Wheeler, ein kulturelles Multitalent, legt mit seinem Debutroman ein Werk vor, in dem er viel Herzblut und Ideen hat einfließen lassen. Es geht um die Aufklärung alter und neuer Verbrechen, um Geheimgesellschaften, Naturreligionen und das Christentum.

Wer nun aber meint, diese Ingredienzien w√ľrden sich nicht miteinander vertragen, ja ausschlie√üen, der sieht sich get√§uscht.
Angereichert durch die dezent dargestellte erbl√ľhende Liebe zwischen dem manchmal vorlauten Ami und der Pfarrerin breitet sich ein durchaus interessantes, komplexes Beziehungs- und Geheimnisgeflecht vor den Augen des Lesers aus.
In seiner Massierung aber schie√üt der Autor f√ľr meinen Geschmack fast ein wenig √ľbers Ziel hinaus. Vieles bleibt letztlich offen und r√§tselhaft, die durchaus spannende Handlung springt ein wenig arg hin- und her. Hier w√§re weniger mehr gewesen. Statt st√§ndig weiterer Verbrechen h√§tten mich die von ihrem Dominikaner- Orden losgel√∂sten M√∂nche und ihre Forschungen viel mehr interessiert, und auch die Darstellung der Wicca-Riten die ihre Wurzeln aus den √úberzeugungen und Naturreligionen der Menschen ziehen, ist ein wenig kurz abgehandelt worden.

Stilistisch sind insbesondere zu Beginn des Romans Schw√§chen nicht zu √ľbersehen. Die Dialoge wirken gestelzt, der Stil wechselt sprunghaft zwischen salopp und distanziert. Dies mag man mit der Tatsache entschuldigen, dass der Verfasser nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen ist, ein sorgf√§ltiges Lektorat aber h√§tte dem Band gut getan.

Das Buch selbst ist von der Aufmachung her nicht zu bem√§ngeln. Ein sauberer, sorgf√§ltig redigierter Text, ein leicht lesbarer Druck und eine haltbare Bindung sorgen daf√ľr, dass der Leser das Gef√ľhl hat, einen guten Gegenwert f√ľr sein Sal√§r zu bekommen. Lediglich das doch sehr grobk√∂rnige Titelbild st√∂rt hier ein wenig.
Inhaltlich wei√ü der Autor mit gro√üem Fachwissen zu gl√§nzen, das er geschickt, wenn auch, wie bereits erw√§hnt, ein wenig zu reichlich und f√ľr meinen Geschmack mit nicht ganz gl√ľcklich gew√§hlten Schwerpunkten in die Handlung einflie√üen l√§sst.


Edward Wheeler: Die Hexen von Penbury.
HerJo-Verlag, Oktober 2007.
253 Seiten, Hardcover, 23,90 Euro.

Carsten Kuhr

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Die Hexen von Penbury von Edward Wheeler jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2023 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.