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Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
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Sarah Rees Brennan & Cassandra Clare: Was geschah tatsächlich in Peru?
Jetzt bestellen bei amazon.de! Magnus Bane geh√∂rt zu den faszinierendsten Gestalten der ‚ÄěChroniken der Unterwelt‚Äú. Der schillernde Charakter, der seine Liebschaften bei M√§nnlein wie Weiblein gleicherma√üen sucht und sich hinter seiner farbenpr√§chtigen Kleidung versteckt hat ein wahrhaft abenteuerliches Leben hinter sich, das er in kurze Erz√§hlungen gest√ľckelt nach und nach dem Leser zug√§nglich macht.
Vorliegend geht es um seine Reisen nach und in Peru. √úber mehrere Jahrhunderte bereist der Magnus zusammen mit Kollegen den s√ľdamerikanischen Staat. In dieser Zeit begibt er sich auf Piratenjagd, trifft auf aggressive Affen, versucht, der Liebe wegen ein Saiteninstrument zu beherrschen, scheitert kl√§glich und verliebt sich in einen Menschen. Als dieser ihn verl√§sst ertr√§nkt er seinen Liebeskummer im Alkohol, entdeckt die Naczca Linien und isst 37 Mal nacheinander r√ľckw√§rts. Was der Leser und unser Magier h√∂chstselbst nicht erfahren ist, warum ihn die Magier Perus im Jahr des Herren 1962 dann des Landes verweisen und ihm bei Zuwiderhandlung mit den Tod drohen ‚Ķ


Sarah Reese Brennan, die die Novelle wohl haupts√§chlich verfasst hat, nimmt sich eine der beliebtesten Figuren der ‚ÄěChroniken der Unterwelt‚Äú an. Dabei kommt es ihr zugute, dass sie relativ frei fabulieren kann. Statt ihre Handlung in der bekannten Historie der Chroniken einpassen zu m√ľssen, kann sie Ort und Zeit ihrer Handlung frei w√§hlen und frei von der Leber weg erz√§hlen.
Mit Peru hat sie dabei eine farbenpr√§chtige Kulisse ausgew√§hlt vor der sie uns einf√ľhlsam und verklausuliert von der Einsamkeit des unsterblichen Magnus berichtet. Immer wenn sich einer der unsterblichen D√§monenbastarde in einen Menschen verliebt, ist das tragische Ende vorprogrammiert. Unweigerlich wird der oder die Geliebte altern, wird krank werden, siechen und schlie√ülich sterben ‚Äď und den Hexer alleine lassen.

Im Hintergrund zieht sich dies, die Angst vor dem Verlust, davor zur√ľckgelassen, verlassen zu werden durch die Erz√§hlungen. W√§hrend vordergr√ľndig ein munteres Abenteuergarn auf den Leser wartet, das allerdings bedingt durch die K√ľrze der Kapitel oft, zumindest was den Hintergrund anbelangt, etwas zu undeutlich bleibt, geht es um diese ernste Themen. Das regt den Leser an √ľber die eigene Verg√§nglichkeit nachzudenken, bringt eine nachdenkliche Note in den Zyklus und bereichert diesen auf ganz eigene Weise, ohne dass sie dem schillernden Magnus etwas von seinem Unterhaltungswert nimmt.

Sarah Rees Brennan & Cassandra Clare: Was geschah tatsächlich in Peru?.
Arena, April 2013.
42 Seiten, eBook, .

Carsten Kuhr

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