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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker (1952)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Dürrenmatt führt uns hier mitleidslos in die Abgründe der menschlichen Psyche. Ein Polizeibeamter wird in seinem Wagen ermordet. Schon der ihn findende Polizist sucht in erster Linie einen Ausweg aus der belastenden Situation. Der Fall wird weitergeleitet an das Kommissariat des Toten nach Bern. Dort begegnet uns Bärlach, ein auf den ersten Blick vom Leben gezeichneter, aber durchaus integerer Kommissar. Mit ihm zusammen arbeitet ein junger Kollege, der sich offenbar die ersten Sporen an diesem Fall verdienen will und sich äußerst engagiert zeigt. Seltsame Vereinigungen, heute würde man sagen Lobbys, kommen ins Spiel und scheinen durch die Ermordung irgendetwas verbergen zu wollen, insbesondere ihr Gastgeber Gastmann macht sich sehr verdächtig. Alles deutet darauf hin, dass es am Ende gerecht zugehen wird.

Zumindest kennt der Leser, wie in jedem Kriminalroman, am Ende des dünnen Buches alle Täter. Allerdings lässt Dürrenmatt ihn alleine mit der Frage, wer hier eigentlich nur Täter, wer nur Opfer und wer beides ist. Hier spielt viel mehr eine Rolle als nur die Aufklärung eines simplen Kriminalfalles, es geht um Bärlach und den Sinn seines Lebens. In jungen Jahren wettete er mit Gastmann, dass es den perfekten Mord nicht geben könne. Gastmann bewies ihm das Gegenteil und seitdem ist Bärlach besessen von dem Willen, ihn doch noch zu überführen. Erst kurz vor dem Ende seines eigenen Lebens, bereits von tödlicher Krankheit gezeichnet, muss er erkennen, dass das nicht geht. Aber das Ziel, dass man ein Leben lang verfolgt hat, gibt man nicht so einfach auf. Als Polizist, als Fahnder kann Bärlach Gastmann nicht beikommen. Nur außerhalb der Polizei, als sein alleinentscheidender Richter, der kein Risiko mehr eingeht und seinen Henker zu ihm führt, meint er seinen Frieden finden zu können. Auch mit der Frage, ob ihm das gelingt, bleibt der Leser alleine zurück.

Der Richter und sein Henker ist trotz der geringen Seitenzahl ein vielschichtiges, ein intelligentes Buch. Man sollte es nicht als Pflichtlektüre abtun und vielleicht einfach mal neu lesen. Es lohnt sich. Denken erwünscht.


Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker (1952).
Rowohlt Tb., 2007.
116 Seiten, Taschenbuch, 4,95 Euro.

Regina Lindemann

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