Sexlibris
Sexlibris
Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Pazifik Exil IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Michael Lentz: Pazifik Exil
Jetzt bestellen bei amazon.de! "Pazifik Exil" handelt von den deutschen Intellektuellen, die in den 30er und 40er Jahren Nazideutschland verlie√üen, um fortan an der Westk√ľste der USA zu leben.

Autor Michael Lentz (43) schl√ľpft dabei in die K√∂pfe von Gr√∂√üen wie Bert Brecht, den Br√ľdern Mann oder dem Komponisten Arnold Sch√∂nberg. Das ehrgeizige Vorhaben misslingt. Lentz kann - und das war voraussehbar - den Originalen nicht gerecht werden. Fast k√∂nnte man von einer Anma√üung sprechen, die Gedankeng√§nge dieser Exilanten heute wiedergeben zu wollen - und dies gr√∂√ütenteils als Innere Monologe in nahezu durchg√§ngig demselben Schreibstil, dem "Lentz-Sound". Doch daf√ľr waren Brecht, Thomas Mann oder auch der ebenfalls auftretende Franz Werfel einfach zu verschieden.

Sicher, das bei vielen Literaturkritikern hochgelobte "Pazifik Exil", das es dieses Jahr sogar auf die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte, hat seine humorvollen und unterhaltsamen Passagen - etwa wenn Alma Mahler, die sp√§tere Lebensgef√§hrtin Franz Werfels, ihre Flucht aus Deutschland mit zw√∂lf Koffern beginnt. Oder auch als sich Werfel, Golo und Heinrich Mann auf der √úberfahrt nach Amerika zum Zeitvertreib Selbstverfasstes vorlesen und dabei h√∂chst lesenswerte Kurzerz√§hlungen pr√§sentieren. Anderes dagegen wirkt langweilig und redundant - so schwadroniert Arnold Sch√∂nberg seitenlang √ľber einen kaputten Sessel, den Thomas Mann ihm abgeschwatzt hat. Wieder anderes ist schlicht banal - zum Beispiel Bert Brechts langatmige Selbstgespr√§che √ľber die Kleidung, die er auf einer Cocktailparty anzuziehen gedenkt.

Obwohl es so auf dem Umschlag steht, ist "Pazifik Exil" kein Roman. Es ist vielmehr eine lose, nicht zusammenh√§ngende Aneinanderreihung von (zumeist Selbst-)Reflexionen √ľber kleine Episoden aus dem Exilantenleben. Folglich fehlt jeglicher Spannungsbogen. Man merkt dem Text an, dass Michael Lentz seinen Stoff hervorragend recherchiert hat, vieles von dem, √ľber das er schreibt, ist historisch belegt. Und doch hat man selten den Eindruck, etwas wirklich Neues √ľber jenes schon zigfach aufgearbeitete Kapitel deutscher Literaturgeschichte zu erfahren. Fazit: Muss man nicht lesen.

Michael Lentz: Pazifik Exil.
S. Fischer-Verlag, August 2007.
458 Seiten, Hardcover, 19,90.

Andreas SchrŲter

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Pazifik Exil von Michael Lentz jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2022 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.