Honigfalter
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Monika Küble & Henry Gerlach: In Nomine Diaboli
Jetzt bestellen bei amazon.de! 1414 fand in Konstanz eine der bedeutendsten Konzile der Kirchengeschichte statt. Europa litt unter dem großen Schisma, zwei Päpste - der in Rom und der in Avignon - werden von verschiedenen Königshäusern unterstützt und das trägt nicht gerade zur Deeskalation der kriegerischen Situation in Deutschland bei. England und Frankreich lagen schon seit hundert Jahren im Streit, Deutschland kämpfte um die gerechte Thronfolge und um die Reichsgrenzen und Italien schickte Söldnerheere durch die Städte. Kein einheitlich anerkanntes Kirchenoberhaupt, das hätte eingreifen können. Es wurde sogar noch schlimmer, für kurze Zeit gab es gar drei Päpste. Deswegen trafen sich Klerus und Adel in Konstanz, um wenigstens in der Papstfrage Einigkeit zu erzielen.

Zur gleichen Zeit trifft der Bäcker Cunrat Wolgemut in der Stadt am Bodensee ein, um bei seinem Onkel seine Gesellenjahre zu verbringen. Der etwas naive Junge vom Land gerät gleich in eine Schlägerei, aber er wird nicht lange naiv bleiben. Im Haus seines Onkels herrschen seltsame Sitten, vor allem seine Base Bärbel benimmt sich ganz und gar nicht so, wie man es von einer sittsamen Jungfer erwarten könnte. Dazu treffen jeden Tag Herren und Diener als allen Ländern Europas ein und machen aus Konstanz ein buntes Gemisch von Sitten und Ansichten. Natürlich haben bei weitem nicht alle ehrbare Absichten.

Bei diesem Buch scheint eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit von zwei ganz unterschiedlichen Autoren stattgefunden zu haben. Die Krimiautorin und der Experte für das Konstanzer Konzil haben ein Buch geschaffen, das es fertigbringt sowohl unglaublich spannend als auch lehrreich zu sein, ohne zu belehren. Der Kunstgriff zwischen der Sicht des einfachen Bäckers und den Briefen des Papstsekretärs Poggio Braccioline zu wechseln und die beiden auch noch zusammenkommen zu lassen, beschert dem gefesselten Leser verschiedene Sichtweisen in einem Roman, die sich wunderbar ergänzen. So kann zwischen Handwerk und Klerus gewechselt werden, ohne dabei unglaubwürdig zu werden. Darüber hinaus schreibt Poggio an seinen italienischen Freund auch noch erfrischend selbstherrlich über das winzige, kulturlose Kaff, in das es ihn verschlagen hat, die germanische Kälte, die schon Tacitus verfluchte, und die Gebräuche der barbarischen Teilnehmer des Konzils im Allgemeiinen.

Cunrat dagegen fehlt die Abgeklärtheit des welterfahrenen Poggio. Er erlebt in Konstanz sein Erwachsenwerden, wird in Mordkomplotte gegen Papst und König verwickelt und bleibt doch offen genug, um sich mit Italienern - Verzeihung, Venezianern natürlich - und Scharfrichtern anzufreunden. Trotz aller Unerfahrenheit ist er gefestigt genug, das Verhalten seiner heiratswütigen Base als falsch zu erkennen und die wahre Liebe zu erkennen, wann immer sie ihm über den Weg läuft.

Fazit: Trotz der Dicke ist das Buch durchweg ein Genuss.

Monika Küble & Henry Gerlach: In Nomine Diaboli.
Gmeiner, August 2013.
787 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Regina Lindemann

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