Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Ayana Mathis: Zwölf Leben
Jetzt bestellen bei amazon.de! 1925 bringt Hatty in jungem Alter ihre ersten Kinder auf die Welt, Jubilee und Philadelphia. Sie sieht in deren Zukunft Großes und freut sich darauf, die Kleinen auf ihrem Weg zu begleiten. Doch sie werden kaum ein Jahr alt und sterben an Lungenentzündung. Doch ihnen sollen noch viele Geschwister folgen, die alle ihr Glück machen wollen. Hatties Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein und so führt sie auch ihre Reise an die unterschiedlichsten Orte Amerikas, eines Landes, in dem Schwarzen es nicht immer leicht haben.

Von der ersten Seite an ist man diesen Figuren so nahe wie kaum anderen innerhalb einer so kurzen Zeit. Es kommt einem vor als kenne man Hattie, ihren Mann August, Floyd, Six und all die anderen schon ewig. Die Geschichte begleitet ihr Leben in Auszügen. Von einem Kapitel zum anderen vergehen schon mal zwanzig Jahre, ohne dass viel berichtet wird, was in der Zwischenzeit im Detail passiert ist. Und das ist leider eine Schwäche des Romans. Man wird immer wieder in eine andere Zeit, zu einer anderen Person geworfen, muss sich dabei aber Vieles zusammenreimen. Die Geschichten an sich sind spannend und gut erzählt, wirken aber durch diesen Umstand wie ohne Halt und Zusammenhang.

Was sich in diesen Geschichten allerdings finden lässt, könnte vielfältiger kaum sein. Erfolg, Demütigung, falsch verstandene Sexualität, Neid, Verzweiflung, Ehrgeiz – alles, was zum Leben dazugehört, ganz egal welcher Abstammung man angehört. Dass aber Abstammung im Amerika der 50er- und 60er-Jahre von Bedeutung ist, lernen Hatties Kinder und nahe Verwandte immer wieder. Hattie selbst bleibt eine über allen thronende Figur, die nur zeitweise selbst in Erscheinung tritt, vor allem als ihre erwachsenen Kinder zur Sprache kommen. Sie scheint aber die schillerndste Figur. Entgegen dem gängigen Klischee in solchen Romanen ist sie nicht nur eine harte Frau, die sich durch ihr Schicksal kämpft. Hattie lässt auch Schwächen zu und hat Angst, wie jeder andere Mensch auch. Sie ist so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen. Sie scheint aus dem Leben gegriffen.

Trotz kleiner Schwächen ein sehr guter Roman, den es zu lesen lohnt. Für Fans all jener aus dem Leben gegriffener Geschichten, die kaum noch authentischer geschrieben sein könnten.

Ayana Mathis: Zwölf Leben.
dtv, Mai 2014.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Janine Gimbel

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