Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Yves Grevet: MĂ©to: Die Insel, gelesen von Rainer Strecker
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die MĂ©to-Trilogie ist wieder eine von denen, bei denen man alle Teile kennen muss. Also eine kurze Vorwarnung: Der zweite Teil wird ohne den ersten nicht funktionieren, denn er schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Begriffe werden nicht neu erklĂ€rt und es gibt wirklich eine Menge Dinge, die der ErklĂ€rung bedĂŒrften, wenn man sie nicht bereits aus dem ersten Band kennen wĂŒrde.

Der erste Band endete also mit dem Beginn einer Schlacht, der zweite beginnt mit MĂ©tos Erwachen nach der Schlacht. Er wurde schwer verwundet und findet erst nach und nach in die neue Situation hinein. Mit ihm gemeinsam entdeckt der Zuhörer die neue Welt. Die Freunde, die sich gegen Jovis und sein Haus aufgelehnt haben, sind zwar jetzt frei, aber immer noch auf der Insel. Ihre Freiheit ist ein sehr zweischneidiges Schwert, denn sie befinden sich in der Obhut der "abgeschnittenen Ohren" und die rĂŒhmen sich zwar zu Recht, Jovis Einfluss entflohen zu sein. Ihre neue Freiheit haben sie allerdings lediglich dazu genutzt, eine Ă€hnliche Gesellschaft, nur ohne Jovis, aufzubauen.

MĂ©to ist jedoch aus den Erfahrungen im Haus klug geworden und beginnt sehr schnell, die Ordnung zu hinterfragen. RevolutionĂ€r neugierig geworden und von jeglicher LeichtglĂ€ubigkeit geheilt, findet er nach und nach heraus, in was fĂŒr einer Welt er eigentlich lebt. Rainer Streckers Stimme wird ĂŒbrigens gemeinsam mit MĂ©to mit jedem Kapitel reifer und differenzierter. Dieser Sprecher ist eine erstklassige Wahl fĂŒr gerade diese Geschichte.

Neugierig auf den dritten Band machen vor allem die historischen Anspielungen, die Geschichte der Außenwelt, die MĂ©to nur in BruchstĂŒcken herausfindet. Irgendetwas muss in den 1970er Jahren passiert sein, dass die Gesellschaft grundlegend verĂ€nderte, denn MĂ©tos Welt ist definitiv nicht unsere Welt.

Auch hier ist das Ende wieder ein Cliffhanger, auch der dritte Band wird sich nahtlos hier anfĂŒgen. Bei solchen BĂŒchern drĂ€ngt sich mir immer die Frage auf, warum man das nicht als ein Buch veröffentlicht hat oder wenigstens in kurzen ZeitabstĂ€nden. FrĂŒher waren die EinzelbĂ€nde von Trilogien wenigstens in sich abgeschlossen, auch wenn noch Potenzial fĂŒr eine Fortsetzung vorhanden war. Ich finde, man sollte zu dieser guten Tradition zurĂŒckkehren.

Yves Grevet: MĂ©to: Die Insel, gelesen von Rainer Strecker.
Der Audio Verlag, Oktober 2012.
3 CDs, 14,99 Euro.

Regina Lindemann

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