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Susanne Ruitenberg und Julia Breiten├Âder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Barbara Claypole White: Der wilde Garten
Jetzt bestellen bei amazon.de! Als der Fremde James in Tillys gro├čem Garten fehlt, hat genau dieser Mann ihr noch in der Rechnung gefehlt! Als ob sie mit ihrem Gartenunternehmen f├╝r Gro├čkunden nicht schon genug zu tun h├Ątte, verlangt er von ihr, dass sie sich um seinen Privatgarten k├╝mmern soll. Ein Nein akzeptiert er nicht und lauert ihr schlie├člich per Telefon immer wieder auf. Was hat es mit dem seltsamen Mann auf sich? Widerwillig begibt Tilly sich mit James in ein Abenteuer, das zumindest sein Leben ver├Ąndern soll. Aber auch an ihr geht die sonderbare Gartenarbeit schon bald nicht mehr spurlos vorbei.

Tilly und James k├Ânnten unterschiedlicher nicht sein und doch sind sie das perfekte Team f├╝r diesen Roman. Genau wegen der Figuren funktioniert er so gut! Tilly ist alleinerziehende Mum von einem achtj├Ąhrigen Jungen. Ihr Mann ist vor drei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen. Seinen Tod hat sie noch nicht ganz ├╝berwunden, da sie glaubt, durch Auffinden seines Organspendeausweises irgendwie seinen Tod beschleunigt zu haben und somit Schuld an ihm zu sein. Mit ihrem Sohn, ihrer zu sonderbarer Eigeninitiative neigenden Angestellten und der Gartenarbeit ist voll ausgelastet.
James ist ganz anders gestrickt: Von Kindheit an leidet er unter verschiedensten Zw├Ąngen und Neurosen, die sein Leben v├Âllig kontrollieren. Seine panische Angst vor Erde und den darin befindlichen Bakterien und Keimen ist nur die Spitze des Eisbergs. Mit Tillys Hilfe glaubt er, dies therapieren und ├╝berwinden zu k├Ânnen. Naja, zumindest glaubt er es manchmal, vor allem wenn die Erde, vor der er sich f├╝rchtet, ganz, ganz weit weg ist. Auf jeden Fall nicht in seiner Hand. Was man ihm nicht vorwerfen kann, ist fehlende Zielstrebigkeit. Hat er sich in den Kopf gesetzt, mit Tilly zu arbeiten, l├Ąsst er auch nicht locker, egal wie oft sie ihn abweist.

ÔÇ×Der wilde GartenÔÇť ist ein liebenswert gestalteter Roman, bei dem man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Er ist immer wieder am├╝sant, aber manchmal auch tiefgr├╝ndig, was insgesamt zu einer gelungenen Mischung f├╝hrt. Trotz einer stolzen Zahl von fast 500 Seiten Taschenbuch l├Ąsst sich dieses Buch z├╝gig lesen und hat nur sehr geringf├╝gig L├Ąngen. Es wird immer wieder erhellt von der Dreieckskonstellation, die sich auftut, als Tilly auf ihre Jugendliebe Sebastian trifft, der auch um die junge Frau zu buhlen beginnt, was wiederum bei James f├╝r seltsam anmutende Eifersucht sorgt und bei Tilly f├╝r totales Gef├╝hlschaos.

Sehr sch├Ân zu lesen und absolut empfehlenswert!

Barbara Claypole White: Der wilde Garten.
Ullstein, April 2014.
496 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Janine Gimbel

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