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Alan Dean Foster: Der gr├╝ne Tod
Jetzt bestellen bei amazon.de! Flinx, unser Held, ist das Ergebnis eines illegalen Genexperiments. Als Waise auf den Stra├čen seiner Heimatwelt aufgewachsen, hat seine sporadisch auftretende Gabe, Gef├╝hle anderer Menschen wahrzunehmen, ihm bislang das ├ťberleben erm├Âglicht.

Mittlerweile ist Flinx zwanzig Jahre alt, und aufgrund der Gro├čz├╝gigkeit seiner Alien-Freunde Besitzer einer technisch modifizierten Raumyacht. Auf der Suche nach Ruhe und Frieden besucht er einen an der Grenze des Homanx-Reiches gelegenen, scheinbar paradiesischen Planeten. Dumm, dass er w├Ąhrend eines Restaurantsbesuches mit einem der ├Ârtlichen Tunichtgute aneinander ger├Ąt. Als dieser Flinx symbiotischen Gef├Ąhrten, die Flugschlange Pip entdeckt, will er diese f├╝r seinen privaten Zoo haben, komme was wolle. Und Coerlis ist gewohnt zu bekommen, was er will. Als seine finanzielle Offerte ausgeschlagen wird, macht er sich, begleitet von seinen Leibw├Ąchtern auf, Flinx mit Gewalt von Pip zu trennen. Flinx flieht vom Planeten ins Unbekannte, und strandet auf einer Welt, die in den offiziellen Verzeichnissen des Commonwealth nicht aufgef├╝hrt ist.

Kaum auf einem den Planeten einschlie├čenden gigantischen Urwald ├╝berragenden Berggipfel gelandet, wird Flinx auch bereits von einem riesigen schwebenden Wesen angegriffen. Dennoch macht er sich auf, die Welt und ihre Geheimnisse zu erforschen. Zum ersten Mal seit Jahren plagen ihn keine gr├Ąsslichen Kopfschmerzen als er in die Stockwerke des Urwalds eindringt. Bald schon merkt er, dass jeder Schritt ins immerw├Ąhrende Gr├╝n mit t├Âdlichen Gefahren verbunden ist. Sein ├ťberleben hat er dem Treffen mit drei im Urwald heimischen Menschen und ihren Furcots, einer intelligenten heimischen Spezies, die mit den Menschen eine lebenslange Symbiose eingeht, zu verdanken. Verfolgt von Coerlis und einem Eingreiftrupp der reptiloiden Aann beginnt eine Jagd, in der nicht etwa die hochgez├╝chteten Waffen seiner H├Ąscher, sondern die Natur die t├Âdlichsten Gefahren f├╝r alle Beteiligten bereit h├Ąlt...

Des einen Leid, des anderen Freud, so k├Ânnte man dieses Buch ├╝berschreiben. Nachdem der Heyne Verlag vor Jahren aus nicht nachvollziehbaren Gr├╝nden einen Teil der ehemaligen Hausautoren - unter ihnen Gr├Âssen wie Jack Vance, Julian May oder eben auch Alan Dean Foster - ausgesondert hat, nutze Bastei-L├╝bbe die Gunst der Stunde und sicherte sich die Rechte an den B├╝chern der Bestseller-Autoren.

Nach einigen Jahren, in denen Fosters neuere Werke aufgelegt wurden, entsann man sich nun, endlich bin ich geneigt zu sagen, seiner bei uns noch unver├Âffentlichten Pip- und Flinx-Werke.
Man kann die Romane Fosters grob in zwei Kategorien unterteilen. Zum Einen sind da die langweilig, ja schw├╝lstig daherkommenden Titel, hier sind insbesondere die vielen Filmb├╝cher zu nennen, und auf der anderen Seite Werke, die mit faszinierend fremden Welten, mit sorgf├Ąltig und ├╝berzeugend konstruierten Mensch-Alien Gesellschaften und einer ├╝beraus spannenden Handlung in einer exotischen Umgebung aufwarten.
Unter letzteren, die in aller Regel dem Homanx-Zyklus zuzurechnen sind, nahmen die Flinx-Titel immer eine besondere Stellung ein. Mittlerweile hat Foster sich mit Flinx ein wenig selbst ausman├Âvriert. Einen Helden mit einer besonderen Gabe auszustatten, die es diesem erm├Âglicht, seine Gegner zu besiegen ist ein g├Ąngiges Handlungsmuster. Allerdings steht der Autor bei Fortsetzungen unweigerlich vor einem Dilemma. Entweder muss er den neuen Antagonisten immer neue, gr├Â├čere Kr├Ąfte andichten, um seinen Protagonisten sich weiter entwickeln zu lassen, oder er muss eben jene Entwicklung seines Helden stagnieren lassen.

Foster hat sich, zun├Ąchst zumindest f├╝r Letzteres entschlossen. Zwar taucht am Rande des Buches eine noch diffuse Gefahr f├╝r alles Leben im Commonwealth auf, das B├Âse selbst reckt sein Haupt, und Flinx ist eines der drei Elemente, die allein dieses B├Âse zu bek├Ąmpfen verm├Âgen, doch vorliegend konzentriert er sich ganz auf seine actionbetonte Handlung in einer wahrhaft exotisches ├ľkosystem. Hier wuchert er mit der Beschreibung eines Planeten, den er bereits in seinem Roman ┬╗Die denkenden W├Ąlder┬ź dem Leser vorgestellt hatte. Auf jedem Schritt bedrohen ├╝berzeugend und faszinierend beschriebene Flora und Fauna die hochtechnisierten Eindringlinge. W├Ąhrend Flinx mit dem schieren ├ťberleben besch├Ąftigt ist, seine Gegner vom Urwald reihenweise niedergemacht werden, bleibt allerdings leider kaum Raum f├╝r eine Weiterentwicklung des Charakters.
Trotzdem, der Roman liest sich ├╝beraus spannend, auf jeder Seite erwarten den Rezipienten wundersame Gesch├Âpfe, mannigfaltige Gefahren und das Bild einer alles beherrschenden Natur, das sich so wohltuend von den sonstigen Beschreibungen hochtechnisierter Zukunftsvisionen unterscheidet.

Alan Dean Foster: Der gr├╝ne Tod.
Bastei-L├╝bbe, Februar 2008.
414 Seiten, Taschenbuch, Euro 8,95 Euro.

Carsten Kuhr

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