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Sabine Weiß: Die Wachsmalerin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Marie Grosholtz verbringt ihre ersten Jahre im Hause ihres Großvaters, des Henkers von Strassburg. Als ihre Mutter mit ihr zu ihrem Onkel nach Paris zieht, glaubt sie dem Stigma des Henkerhaushaltes und der ständigen Anwesenheit des Todes entronnen zu sein. Aber auch das Paris der 1790er Jahre ist nicht gerade ein Hort der Ruhe und ihr Onkel Curtius führt einen Wachssalon, in dem möglichst lebensechte Nachbildungen von Personen und Ereignissen dargestellt werden. Die Menschen waren damals nicht so viel anders als heute - Nachstellungen von möglichst detailgetreuen Unfällen, Morden oder auch brisanten Gerüchten lassen die Kasse klingeln. Marie erweist sich schon früh als talentiert und wird von ihrem Onkel in die Kunst der Wachsmalerei eingeweiht. Während der Französischen Revolution führt sie den Salon zeitweise alleine und es erweist sich nicht immer als einfach, den rasant wechselnden Geschmack der Öffentlichkeit zu befriedigen. Wer heute Held ist, kann morgen als Verräter gelten und das Ausstellen seiner Wachsfigur ungeahnte Risiken bergen. Schließlich heiratet Marie den Mann, der ihr den Namen schenkt, unter dem sie heute noch bekannt ist: Tussaud.

Für das Lesevergnügen sind grobe Vorkenntnisse über den Verlauf der Französischen Revolution hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Bekannte Namen kreuzen den Weg des Wachssalons und bei manchem ahnt man schon, dass Marie bald wieder eine Totenmaske abnehmen muss. Der Roman wird ausschließlich aus Maries Sicht erzählt, sodass man die Wirren der Revolution perspektivisch und mit wenig Erläuterungen erfährt, was ein interessantes Leseerlebnis ist. Die Zeiten werden in ihren direkten Auswirkungen auf die in ihnen lebenden Menschen gezeigt. Das macht manchmal nachdenklich, was wird einmal von unserer Zeit in die Geschichte eingehen und was davon betrifft uns wirklich? Jeder heute hat davon gehört, dass die Revolution blutig war, aber Marie muss dort arbeiten, leben und so profane Dinge tun wie die Miete zu zahlen. Sie trauert um Freunde und muss gleichzeitig überlegen, wovon sie heute Abend satt wird. Natürlich erzählen alle historischen Romane Einzelschicksale, aber hier ist es besonders gelungen, die Auswirkungen von bekannten Ereignissen auf den Einzelnen darzustellen, dem gar nicht bewusst ist, dass er in Zeiten lebt, die die Welt verändern werden. Der Blick aus den Augen einer Zeitgenossin auf das, was man aus Geschichtsbüchern kennt, hat mir gut gefallen.

Ein lesenswertes Buch über die Karriere einer Künstlerin, die heute noch weltberühmt ist.

Sabine Weiß: Die Wachsmalerin.
Marin-von-Schröder-Verlag , August 2007.
416 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro.

Regina Lindemann

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