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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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M. Anjelais: Killing Butterflies
Jetzt bestellen bei amazon.de! Es scheint als w├Ąre das Leben von Sphinx und Cadence schon immer vorherbestimmt gewesen. Ihre M├╝tter haben sich im Grundschulalter kennengelernt und ihr Leben geplant. Jede von ihnen sollte ein Kind bekommen und diese beiden sollten dann erst beste Freunde, schlie├člich ein Paar, ein Ehepaar werden. Doch ein bisschen anders kommt es dann schon. Sphinx und Cadence sind als Kinder Freunde, weil ihre Eltern ihnen kaum eine Wahl lassen. Doch als Cadence Sphinx mit einem Messer verletzt, trennen sich ihre Wege. Cadences Familie zieht sogar nach Gro├čbritannien. Es kommt erst wieder zu wirklichem Kontakt als Cadence eine t├Âdliche Krankheit diagnostiziert wird. Sphinx will ihn unbedingt noch einmal treffen ÔÇŽ

Schon zwischen den beiden Kindern Sphinx und Cadence werden klare Unterschiede gezogen. Cadence ist in vielem richtig gut, ja sogar der Beste. Er malt wie ein K├╝nstler, er interessiert sich f├╝r Musik und Vieles f├Ąllt ihm einfach in den Scho├č. Sphinx hingegen ist allenfalls Mittelma├č, sogar als Kind ein bisschen pummelig und gl├Ąnzt in keinem Fach. Sie himmelt naiv Cadence an, vor allem auch, weil ihre Mutter es ihr so vorlebt. Wirklich hinterfragen kann sie ihn erst im Teenageralter, als sich schon eine seltsame Abh├Ąngigkeit zwischen den beiden entwickelt hat.

ÔÇ×Killing butterfliesÔÇť hat seine guten und schlechten Seiten. Manchmal ist der Roman sehr spannend und fesselnd, dann wieder nah an g├Ąhnender Langeweile. Anjelais gelingt es, immer mal wieder psychologische Spannung aufkommen zu lassen. So plant Cadence beispielsweise, nun da der Plan mit der Heirat nicht mehr umgesetzt werden kann, dass beide immerhin gemeinsam sterben sollen und Sphinx deshalb den Freitod w├Ąhlen soll. Im Gro├čen und Ganzen fehlt der Geschichte aber das gewisse Etwas und die n├Âtige Tiefe. F├╝r Jugendliche ab 15 Jahren mag der Roman nett sein, ├╝berragend ist er aber allemal nicht.

Nette Lekt├╝re, die immer mal wieder spannend ist, aber nicht vollkommen zu ├╝berzeugen vermag.

M. Anjelais: Killing Butterflies.
Chicken House, Oktober 2014.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Janine Gimbel

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