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David Wellington: Der letzte Vampir
Jetzt bestellen bei amazon.de! Laura, eine junge, noch unerfahrene Polizistin der Highway-Patrol ist mehr als √ľberfordert, als sie bei einer Routinekontrolle im Kofferraum eines Wagens zerst√ľckelte Leichenteile entdeckt. Als sich kurz danach ein Untoter an ihrem Fenster zeigt, ahnt sie, dass ein altes, l√§ngst besiegt geglaubtes √úbel erneut sein Haupt reckt.
Ein Vampir sucht Pennsylvania heim, und es gibt nur einen Experten, der sich mit den kahlköpfigen Spitzohren auskennt, und weiss, wie man diese vernichten kann.

Arkley, vor Jahrzehnten von den Vampiren gezeichnet, hat die letzte ihrer Art gefangen gesetzt. Abgeschieden in einem ehemaligen Sanatorium wird diese gefangen gehalten und untersucht. Nun aber scheint es ihr gelungen zu sein, eine neue Brut auf die Welt loszulassen. Ersten, grausame Massaker an den Ermittlern folgt der Angriff auf ein ganzes Dorf. Der Plan ist klar, die Vampire suchen ihre Ahnin zu neuem, untoten Leben zu erwecken und aus ihrem Gefängnis zu befreien. Nur Arkley und Laura stehen zwischen ihnen und dem erfolgreichen Abschluss ihrer Mission ...


Wir kennen sie mittlerweile gut, die gebildeten, h√∂flichen ja zur√ľckhaltenden Gentlemen-Vampire eine Anne Rice und Konsorten. Bei all der gebotenen Tiefe, der Kulturbeflissenheit der Nosferatu aber blieb das Animalische, das Wilde, Ungez√ľgelte auf der Strecke.

David Wellingtons Bluttrinker sind ganz bewusst als Widerpart zu Lestat und Co konzipiert. Zwar sind sie intelligent, doch in erster Linie triebgesteuert auf der Suche nach ihrer Droge, dem menschlichen Blut. Sie suchen nicht nach kulturellen Preziosen oder Reicht√ľmern, ihre Motivation dient allein dem √úberleben der Rasse Vampir. Und entsprechend bietet sich der Plot an.

Bereits zu Beginn, in einer Art Vorgeschichte erh√§lt der Leser einen ersten Geschmack Wellington scher Erz√§hlwucht. Es geht actionbetont zur Sache, Blut fliesst literweise, Gliedmassen werden abgerissen - wie eine unaufhaltsame Naturgewalt w√ľtet der Vampir unter seinen J√§gern. Gegen√ľber Kugeln, Weihwasser, Kreuzen und Silber sind seine Bluttrinker resistent, nur die Zerst√∂rung des Herzens selbst vermag sie endg√ľltig in ihr Grab zu verbannen.

Die Jagd nach den neu geschaffenen Vampiren gestaltet sich dann √§hnlich, wie man es von Romanen um Serienkiller gewohnt ist. Unser ungleiches Ermittlerpaar bleibt in der Zeichnung allerdings doch sehr oberfl√§chlich. Das sind stereotype Figuren, die Tiefe und Details vermissen lassen. Selbst in interessanteste Figur, die letzte Vampirin Justinia Malvern bleibt in ihrer Ausgestaltung weit hinter den M√∂glichkeiten zur√ľck, die sich angesichts ihres Loses angeboten h√§tte. Hier hat der Autor die Chance eine weibliche Hannibal Lecter zu gestalten verschenkt, legt einen vordergr√ľndig auf rasante Action getrimmten Roman vor -mehr leider nicht.


David Wellington: Der letzte Vampir.
Piper Verlag, November 2007.
380 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Carsten Kuhr

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