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Martin Walser: Ein liebender Mann
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt. Gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide.“ Das schrieb Goethe in seiner „Marienbader Elegie“. Martin Walser leiht dem Dichterfürsten in seinem neuen Roman die Worte, mit denen er sein Leiden ausdrückt.

„Ein liebender Mann“ ist der vierte Roman des fast 81-jährigen Autors, der von einem Liebespaar mit mehreren Jahrzehnten Altersunterschied erzählt. Der „liebende Mann“ ist der 73-jährige Goethe, der sich in die 19-jährige Ulrike von Levetzow verliebt. Es ist eine späte und unerfüllte Liebe, die von den Goethe-Biografen stiefkindlich behandelt worden ist. Fünf Monate lang, ab Juli 1823, begleitet Walser in seinem ersten historischen Roman das Paar; im dritten Teil wird das Buch fast zu einem Briefroman wie der „Werther“. Die Goethe-Briefe hat Walser geschrieben, aber sie klingen so, als ob sie auch von Goethe stammen könnten.

Im Goethe-Ton, in einer genussreichen Sprache, die dem 19. Jahrhundert entsprungen zu sein scheint, erzählt Walser die Geschichte einer unmöglichen Liebe – ohne die Gewissensbissigkeit und die notorischen Sexualnöte des Helden, die in seinem Roman „Angstblüte“ noch verstörten. Nur im Schlusssatz lesen wir, dass Goethe auch nur ein Mann mit sexuellen Begierden gewesen sein muss.

Glaubwürdig klingt das anrührende, schmerzhafte Bemühen des Seniors um die junge Frau – dass Walser den Roman an Originalschauplätzen in Marienbad und Karlsbad geschrieben hat und sich ins Alter seines Helden wohl noch gut hineinversetzen kann, mag dazu beigetragen haben, dass das Buch atmosphärisch besonders dicht ist.

Die Sprachmächtigkeit, für die Walser bekannt ist, nimmt der 81-Jährige hier zurück, stellt in dieser behutsamen Annäherung zweier Menschen und der Generationen zarte Poesie in den Vordergrund. Eine Romanze mit relativ wenig Handlung ist der Roman – ein Stillleben einer Liebe, ein Innigkeitsdrama aus einer anderen Zeit.

Der „liebende Mann“ ist bei Walser in erster Linie ein leidender liebeskranker Mann, dessen Schlussfolgerung am Ende der Romanze ist: „Du sollst nicht lieben.“



Martin Walser: Ein liebender Mann.
Rowohlt, Februar 2008.
288 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro.

Julia Gaß

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