Der himmelblaue Schmengeling
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Sergej Lukianenko: Die Wächter 01: Licht und Dunkelheit
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Tag- und Nachtwachen von Moskau haben turbulente Zeiten hinter sich. Die Vernichtung der Welt wurde aufgehalten, die Geschichte schien erzählt.

Was aber macht man als Bestsellerautor, wenn die Rechnungen in den Briefkasten flattern und die Bittbriefe der Fans überhand nehmen?

Klar, man wendet sich erneut dem bekannten Setting zu, und verfasst eine Fortsetzung.

Um bei sich selbst aber nicht zu sehr abzukupfern, nahm Lukianenko zum Einen einen Co-Autor, den uns der Verlag aber lediglich etwas verschämt nur im Impressum präsentiert, mit ins Boot und wechselt zweitens die Zielgruppe.

Die Autoren peilen vorliegend ein deutlich jüngeres Publikum an, und was braucht man so für einen Jugendbuch-Bestseller?

Das Internat darf dabei ebenso wenig fehlen, wie die aufmüpfigen Schüler – Check, die aufopfernde Lehrkraft und eine dunkle Verschwörung kommt auch gut.

Zu Beginn lernen wir einen Lichten Lehrer kennen, der auf das neu gegründete Internat berufen wird. Hier sollen Lichte und Dunkle zusammen unterrichtet werden, sollen die Anderen sich kennen- und akzeptieren lernen. Dimitri Drejer ist zwar als Lichter nicht sonderlich begabt, dafür aber ein Lehrer aus Überzeugung. So nimmt er sich schnell einer Gruppe junger Studierender an, die ein wenig ausgegrenzt sind. Werwölfe, ein Vampir und die einzige Europäische Dschinn werden von ihren Mitschülern misstrauisch beäugt, ja ausgegrenzt. Eine gemeinsame Exkursion nach St. Petersburg soll den Zusammenhalt stärken und die Gruppendynamik in Schwung bringen.
Schon vorher hat die Gruppe, die sich selbst die Bezeichnung Club der toten Dichter gegeben hat, durch illegale Experimente auf sich aufmerksam gemacht. Während Drejer seine Zöglinge als neu bestellter Inquisator eigentlich in Zaum halten sollte, hoffen die Strippenzieher im Hintergrund darauf, dass die Dschinn Anna das zerstörte Fuaran wieder erschaffen wird. Mit dem legendären, dummerweise aber zerstörten Zauberbuch lässt sich aus Menschen Andere und aus Anderen Hohe machen. Doch dann kommt, wie dies so üblich ist, einmal wieder alles ganz anders …



Was war das doch eine Zeit, als Lukianenko uns mit den Romanen um Anton, Geser und Sebulon verzückte. Mit hintergründigem Humor ausgestattet, packte mich die Handlung um die Welt neben der unsrigen, zogen mich seine vielschichtigen Charaktere in ihren Bann und verfolgte ich interessiert die Beschreibungen über die Lebensumstände der Moskowiter.
Von all dem ist in dem Auftaktband des Jugendbuchablegers der Wächter Serie wenig, wenn überhaupt etwas übrig geblieben.

Zunächst machte ich mich mit Spannung an die Lektüre – doch schon die Vorstellung der Personen zeigte, dass die Neuserie mit den früheren Bänden nicht würde mithalten können.
Das sind allesamt flache Charaktere ohne jeden Esprit, die Grundanlage ist banal und bekannt, die Anspielungen auf – westliche – Jugendbuchbestseller – von Hogwarts bis Cornelia Funke stören eher, als dass sie passen.

Und auch von der über die sechs Wächter Romane aufgebaute besondere Welt der Wachen bleibt wenig übrig. Das Zwielicht spielt eine gewisse Rolle, aber darüber hinaus fehlt das typische Wächter Flair fast komplett. Vorbei ist es auch mit den Anspielungen auf die Lebensumstände der einfachen Bevölkerung Russlands und Hinweise auf die reichhaltige Kultur des Landes. Statt dessen erwartet den Leser ein recht oberflächlicher, in Vielem vorhersehbarer Plot der auch von einem westlichen Autor hätte geschrieben werden können, dem alles Besondere der Wächter-Titel abgeht und der deswegen, weder Fisch noch Fleisch, leider enttäuscht.

Stilistisch trotz der wie immer mustergültigen Übersetzung aus dem Feder Christiane Pöhlmanns eher einfach erwartet ein letztlich austauschbares Jugendbuch auf den Leser, das das Topic des phantastischen Internats aufgreift, ohne es wirklich bereichern zu können.

Sergej Lukianenko: Die Wächter 01: Licht und Dunkelheit.
Heyne, September 2015.
464 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Carsten Kuhr

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