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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Petra Gabriel: Die Konkubine
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der deutsche Gefreite Konrad Gabriel wird 1903 nach Tsingtau versetzt, Deutschlands Kolonie in China. Begierig saugt er die fremden Eindrücke in sich ein und zeigt sich, für einen Kolonisten, ungewöhnlich interessiert an der Kultur, der Geschichte und den Menschen des Landes. Aber auch er steht im Fokus des Interesses, ein mächtiger chinesischer Kaufmann beauftragt seine zweite Nebenfrau Mulan damit, Konrad auszuspionieren. Die beiden fühlen sich vom ersten Augenblick an zueinander hingezogen und besonders Mulan wird zerrissen zwischen ihrer aufflammenden Loyalität für ihr Land und ihrer heimlichen Liebe zu Konrad. Und Konrad schwankt zwischen seinen deutschen Kommandanten und seinen chinesischen Freunden.

„Die Konkubine“ ist einer der Romane, in denen nicht die Geschichte im Vordergrund steht, sondern die Zeiten und Umstände, in denen sie spielt. Meistens geht das nicht gut, hier fand ich es vergleichsweise gelungen umgesetzt. Im Verhältnis zur recht geringen Länge des Buches erhält der Leser eine riesige Menge an Hintergrundinformationen über China, chinesische Geschichte, chinesische Gesellschaft und deutschen Kolonialismus. Da Konrad neu nach China gekommen ist und neugierig alles lernt, was sich ihm anbietet, lässt die Autorin den Leser zusammen mit ihm lernen. Das ist manchmal anstrengend, aber die Arbeit lohnt sich. Langweilig war es eigentlich nie, obwohl ich mich erst nach einer Weile darauf einlassen konnte, dass hier viel direkt erläutert wird, wenn auch meist im Dialog. Manchmal fragt man sich schon, ob man diese Fakten jetzt wirklich braucht, auf der anderen Seite ist es aber auch interessantes Wissen.

Es ist sicher nicht einfach, einen Roman zu schreiben, der in einer fremden Zeit und in einer fremden Welt spielt, wenn man dabei den Anspruch hat, dem Leser diese Welt wirklich nahezubringen und sich nicht auf Klischees zu beschränken. Und China ist nun einmal eine für den Europäer völlig fremde Welt mit einer völlig fremden Denkweise. Die Autorin hat sich dieser Aufgabe ernsthaft gestellt und dabei herausgekommen ist ein Roman, den zu lesen sich durchaus lohnt. Man muss sich als Leser nur darauf einstellen, dass man sich dabei auf viel Neues einlässt, das zuerst erklärt werden muss.



Petra Gabriel: Die Konkubine.
Knecht-Verlag, Februar 2008.
343 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro.

Regina Lindemann

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