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Julia Kröhn: Die Tochter des Ketzers
Jetzt bestellen bei amazon.de! Zum Inhalt: Der Roman erzählt zwei Geschichten in zwei Zeitebenen.

Ende des 13. Jahrhunderts im Languedoc (Südfrankreich) erwacht die siebzehnjährige Caterina von Poltern und Geschrei. Ihr Vater wird als Ketzer angeklagt und ermordet, das Haus angezündet. Im Sterben trägt er ihr auf, das Familienheiligtum in Sicherheit zu bringen und sich dazu an einen entfernten Onkel zu wenden.
Caterina, unter dem strengen Regiment des Vaters seit Jahren im Haus eingesperrt und tieffromm, wird in eine Welt geworfen, von der sie nichts absolut nichts weiß. Statt des Onkels trifft sie auf Ray, ihren Vetter, ein Überlebenskünstler, der sich heute als Gaukler, morgen als Medicus verdingt und es mit der Moral nicht so genau nimmt. Gegensätzlicher können Romanfiguren nicht aufeinander geworfen werden. Von Anfang an gibt es Reibereien zwischen ihnen und ihre Odyssee, die sie in Gefangenschaft, nach Malta, und schließlich nach Korsika führt, liest sich so spannend, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt.

Eingestreut in die Haupthandlung erzählt die Sklavin Krëusa die Geschichte der heiligen Julia von Korsika, einer Christin im dritten Jahrhundert, die bereit ist, für ihren Glauben zu sterben. In welcher Beziehung diese Nebenhandlung zur eigentlichen Geschichte steht, erfährt der Leser erst zum Schluss. Die Einblicke in die Anfänge des Christentums sind faszinierend und Julia Kröhn bringt uns diese Menschen sehr nah.

Im Gegensatz zu ihrem letzten Roman „Die Regentin“, der die Geschichte Bihildis’ über ein ganzes Leben erzählt, spielt sich „Die Tochter des Ketzers“ innerhalb von nur sechs Monaten ab. Durch diese verdichtete Handlung ist der Roman extrem spannend, fast atemlos stellenweise, und die Figuren entwickeln sich schnell. Figurenzeichnung ist ohne Zweifel eine der Stärken von Julia Kröhn. Vielschichtig, psychologisch durchdacht, mit Ecken und Kanten, mit Fehlern und Irrtümern, das sind keine Papierfiguren, sondern Menschen, mit denen man mitfiebern und –leiden kann, und die uns dabei tiefe Einblick in die Gedankenwelt der Epoche erlauben. Exzellent recherchiert und mit fundiertem Wissen geschrieben, dabei an keiner Stelle mit Details und geschichtlichen Daten überfrachtet; in einer facettenreichen Sprache, die Modernismen vermeidet und den Leser mühelos in diese so ferne Epoche gleiten lässt, ist dieser historische Roman sehr lesenswert.


Julia Kröhn: Die Tochter des Ketzers.
btb-Verlag, November 2007.
572 Seiten, Taschenbuch, 12 Euro.

Susanne Ruitenberg

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