Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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Mary Shelley: Frankenstein (1819)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jeder kennt die Geschichte. Sie ist dutzende Male verfilmt worden, immer wieder nacherzählt und Teile daraus sind in andere Geschichten eingeflossen. Die Geschichte um das grausame Monster aus dem letzten Jahrhundert ist also sattsam bekannt – oder?

Die Entstehung der Erzählung ist fast schon eine eigene Erzählung wert: 1816 machte Mary Shelley zusammen mit Lord Byron und dem Autor Percy Shelley verregnete Ferien am Genfer See. Man hockte vor dem Kamin, man langweilte sich und es kam zu einer folgenschweren Wette: Wer von uns kann die gruseligste Gruselgeschichte schreiben? Geblieben von diesen Ferien ist nur „Frankenstein oder der moderne Prometheus“.

Die erste Überraschung: Das grünliche Monster mit den Nähten am ganzen Körper spielt nicht die Hauptrolle. Die spielt der Wissenschaftler Victor Frankenstein - und auch der ist alles andere als ein Ungeheuer. Im Gegenteil ist er ein verzweifelter junger Mann, der es nicht ertragen kann, das geliebte Menschen um ihn herum wegsterben. Mit der Wissenschaftsgläubigkeit seiner Zeit macht er sich auf, daran etwas zu ändern und hat Erfolg. Aber schon am Abend des Erfolges ist ihm klar, dass er etwas geschaffen hat, was er nicht mehr kontrollieren kann. Er möchte zurück und kann nicht mehr. Selbst wenn es ihm technisch gelänge, das Monster zu töten, so ist es doch ein Lebewesen, fast ein Mensch. Kann man, darf man es einfach wieder umbringen?

Das Gruseligste, was Mary Shelley sich 1816 vorzustellen vermochte, war der Mensch, der den Menschen schafft. Bis heute wird diese Möglichkeit in Romanen diskutiert, nur nennt man es heutzutage modern „klonen“ und die zugehörigen Romane meist Sciencefiction. Mary Shelley hat ihrem Roman nicht zufällig den Untertitel gegeben: „Der moderne Prometheus“, Prometheus brachte den Menschen das Feuer, damit Wärme, Licht, aber eben auch die vernichtende Wirkung der Flammen. Das Schicksal Victor Frankensteins ist eine Warnung an die Menschheit, die Wissenschaft nicht zu entgrenzen. Es ist die Frage danach, ob Wissenschaft alles darf, was Wissenschaft kann. Wie weit darf der Mensch sich die Natur untertan machen?

Die Erzählung an sich ist schon lesenswert, noch besser fand ich persönlich aber das Hörbuch. Mary Shelley hat den Roman in der Ich-Form gehalten und Katharina Thalbach spricht Victor nicht einfach, sie haucht seine Verzweiflung angesichts der Ereignisse ins Mikrofon, ganz so als fehlte ihr genau wie ihm die Kraft zur Schilderung. Aus jeder Silbe spürt man Victors Entsetzen darüber, was er angerichtet hat, sein Mitleid und gleichzeitig sein Hass auf seine eigene Schöpfung.


Mary Shelley: Frankenstein (1819).
Arena, Februar 2008.
374 Seiten, Hardcover, 14,95 Euro.

Regina Lindemann

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