Der himmelblaue Schmengeling
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Sylvie von Frankenberg / Katrin von Glasow: Der vierte König
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jeder kennt aus der Robin-Hood-Legende Prinz John, den vermeintlich verräterischen Bruder des glorreichen Richard Löwenherz. Aber John Lackland war mehr als nur der prinzliche Bruder, der den König in Deutschland vermodern lassen wollte. Die beiden Autorinnen schildern einen zerrissenen jungen Mann, der neben dem Licht zu verblassen droht, das seine Eltern und sein Bruder ausstrahlen. Auch seine Eltern sind nicht irgendein englisches Königspaar: Henry und Alienor von Aquitanien stellen eines der berühmtesten und berüchtigtsten Liebespaare des Mittelalters dar.

Als die Romanhandlung beginnt, ist Henry längst tot, Richard gerade gestorben und John muss sich der Aufgabe stellen, König von England zu werden. Er ist ein gefühlsbetonter, leidenschaftlicher Mann, der sehr unter der Lieblosigkeit seiner Mutter Alienor leidet, die sich zudem ungefragt immer wieder in Regierungsgeschäfte einmischt. So stellt sie ihn in seinen Herzogtümern in Frankreich vor vollendete Tatsachen, als sie die Rechte der Grundherren ändert. Trotzdem liebt er seine Mutter, von der er sich als Sohn und König stets hinter seinen großen Bruder Richard gestellt fühlt – nicht zu Unrecht. Überhaupt ist der ganze Roman sehr von leidenschaftlich Liebenden bestimmt, die nicht zu ihrer Liebe finden können. John wird von Tess geliebt, liebt seinerseits aber Isabelle und macht sie zu seiner Königin, obwohl das diplomatisch böse Konsequenzen hat. Tess ihrerseits wird vom Schreiber und späteren Ritter Albert geliebt, den sie auf Geheiß des Königs heiratet und mit eben diesem König betrügt. Albert schließt sich Umstürzlern an und betrügt den König, nachdem er hinter die Liaison seiner Frau kommt. Isabelle betrügt niemanden, ist jedoch als Königin völlig unzureichend.

So entfaltet sich ein breiter Strauß von Konflikten, die den Roman ausgesprochen spannend machen. Mir persönlich haben besonders das Verhältnis von John zu seinem Halbbruder Will und die Aufzeichnungen von Albert gefallen, der als Schreiber sowohl eine Art offizielle Chronik als auch ein persönliches Tagebuch führt. Die Sprache des Romans ist ausgesprochen modern, was es mir ein wenig schwierig machte, mich in die mittelalterliche Welt zu versetzen und mich gedanklich auf einer gewissen Distanz hielt.

Alles in allem lohnt es sich schon deswegen das Buch zu lesen, weil es das Leben eines Königs darstellt, der nur selten beschrieben wird. Es ist eine Romanbiografie aber beileibe kein trockener Stoff. Und ich konnte nur staunen, was dieser so verrufene John alles während seiner Regierungszeit vollbracht hat – unter anderem hat er die Magna Charta unterschrieben.


Sylvie von Frankenberg / Katrin von Glasow: Der vierte König.
Knaur-Verlag, Februar 2008.
656 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Regina Lindemann

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