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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Ian Rankin: Im Namen der Toten
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ach ja, John Rebus, dieser Edinburgher Haudegen, dieser - fast- Alki im - Nochpolizeidienst -. Immer am Rand, immer nach dem n├Ąchsten Pint schielend, ein letzter, als Detective verkleideter Cowboy. Ich wundere mich, wie ein noch so junger Mann wie Ian Rankin, schon so viele dicke Rebus-Romane geschrieben haben konnte. Ein Hilfs- oder Stilmittel ist nat├╝rlich, dass sich Metaphern, Verhaltensweisen, Spr├╝che, oder der gesamte Auftritt von Rebus, immer gleichen. Man w├╝nscht sich langsam, Rebus sollte zur Ruhe kommen. Er ist auch der Rente nah und die ganze schottische Polizei, so scheint es, sehnt sich danach, dass er sich endlich die Karten legt und abtritt.

Vorher hat er noch einen mystischen Fall zu l├Âsen, eine verwickelte Sache aus vermeintlichen Serienmord und nackter Rache, aus Globalisierungstreffentheater und multinationalen, (Mafia-)Waffengesch├Ąften von weltweit agierenden Konzernen. Es ist ziemlich schwer den ├ťberblick zu behalten, vor allem bei den vielen englischen Namen die im Laufe des Romans so auftauchen, manchmal f├╝hlte ich mich an Loriot erinnert.

Nat├╝rlich sammelt er flei├čig Sympathiepunkte, sind doch seine Widersacher, seien sie im Polizeidienst oder eben die ├╝blichen Halunken, eigentlich alles Arschl├Âcher. Bis auf seine s├╝├če Siobhan, die Rankin evtl. als neue Protagonistin aufbauen will. Seis drum, der politische Hintergrund ist politisch und manchmal satirisch wunderbar erfasst. Das G8 treffen von Gleneagles im Jahre 2005. Die Absperrma├čnahmen, die Globalisierungsgegner, die Konzerte; es taucht mal nebenbei bei seiner morgendlichen Fitness├╝bungen Dabbelju Bush auf, oder auch diverse Pop -und Rockstars. Man erinnert sich an das eigene, sprachlose Entsetzen nach den U-Bahn und Busanschl├Ągen in London.

Und an die, wie ├╝berall auf der Welt, als N├Ąchstenliebe verkleidete Korruption von Kirchenm├Ąnnern und Honoratioren.

Man darf das Buch nicht so oft weglegen - eher ist lesen in einem Zug angesagt.
John Rebus ist am Ende des Tages wieder der einsame Wolf, der sich, im seltsamen Zwischenstadium von Melancholie und Altersweisheit, zu oft die Kante gibt.

Ian Rankin: Im Namen der Toten.
Manhattan, Oktober 2007.
592 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Fred Ape

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