Das alte Buch Mamsell
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Peggy Wehmeier zeigt in diesem Buch, dass Märchen für kleine und große Leute interessant sein können - und dass sich auch schwere Inhalte wie der Tod für Kinder verstehbar machen lassen.
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George Orwell: Farm der Tiere (1945)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Putzig, oder? Tiere, die eine Revolution gegen den Farmer planen, der sie unterdrückt und schuften lässt.
Old Major, ein hoch geachtetes und lebenserfahrenes Schwein, hat eine Vision: Freiheit für alle Tiere, Befreiung aus der Unterjochung durch den ständig betrunkenen Bauern Jones! Und die Tiere setzen sie um, proben den Aufstand, sind erfolgreich, erobern sich ihren selbstbestimmten Lebensraum und leben recht glücklich und zufrieden damit. Zumindest zu Anfang.

Klingt vordergründig irgendwie wie eine nette Kindergeschichte über den rechten Umgang mit Tieren, ist jedoch ein sehr vielschichtiger Roman mit historischen Bezügen im Verhältnis von nahezu 1:1 und dadurch eine Auseinandersetzung mit politischen Ideen, in dem auch noch verschiedene literarische Formen Anwendung finden – und das macht ihn gewöhnungsbedürftig, denn verliert man eine der Schichten aus den Augen, entfaltet sich der Gesamttext nur in Ansätzen.
Also, mag man politisch orientierte und/oder parabolische Texte nicht – Finger weg von diesem Buch, denn Farm der Tiere ist ein rein allegorischer Text, eine fabelartige Erzählung, eine politische Satire, in der Orwell mit dem Stalinismus abrechnet.
Im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft und sprachlich gekonnt und witzig versteht Orwell es, geschichtliche Ereignisse - Entstehung und Aufstieg des Sozialismus und seine Wandlung in den Stalinismus mit all seinen negativen Begleiterscheinungen - auf eine bildhafte Ebene zu übertragen und diese Leistung macht das Buch lesenswert und kurzweilig.
Old Major (Marx/Lenin), entwickelt ein hehres Ziel, welches Napoleon (Stalin) und Schneeball (Trotzki) zunächst scheinbar umsetzen, jedoch recht schnell pervertieren und zu ihrem eigenen Vorteil nutzen, bis aus den sieben Geboten, die das Leben der Tiere positiv bestimmen sollen, nur noch eines wird: Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere.

Sprechende Tiere, die allegorisierende Darstellung von Geschehnissen, die in der realen Menschheitsgeschichte anzusiedeln sind – zu viel zum Fabelhaften, und was ist unsere Moral? Ein Aufruf gegen Revolte, aus der Einsicht entstanden, dass hehre Ziele auch nur allzu schnell ins Gegenteil umschlagen? Lieber die Hände in den Schoß legen und Ungerechtigkeit akzeptieren, da aus der gewollten Gerechtigkeit eh nur wieder neue Ungerechtigkeit entsteht?
Vielleicht – „unpolitisch“ und generell gedacht - doch eher das Gegenteil: Ein Aufruf zu Idealismus und dem Glauben daran, etwas verändern zu können, verbunden mit der Warnung, dass die wert- und sinnvollsten Ziele und die besten Absichten Einzelner durch andere Absichten anderer Einzelner auch genauso gut zum gegenteiligen Effekt führen können. „Unpolitisch“ gedacht, aber damit wird man
Farm der Tiere nur annähernd gerecht, denn es ist ein politisches, ein sozialistisches, aber anti-stalinistisches Buch- und das auch nichtsdestotrotz der Tatsache, dass es in sozialistischen Ländern auf dem Index der verbotenen Bücher steht.

Und so ist es bei diesem Roman so wie bei allen politisch motivierten Büchern:
Man mag die Aussage eventuell nicht unbedingt unterschreiben wollen oder wird sie sich auf ein „unpolitisches Maß“ herunterbrechen müssen oder wollen, Freude an der Gestaltung der Geschichte selbst mag man trotzdem empfinden.

George Orwell: Farm der Tiere (1945).
Diogenes, 2005.
251 Seiten, Hardcover, 13,90 Euro.

Tanja Muhs

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