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Christoph Lode: Der Gesandte des Papstes
Jetzt bestellen bei amazon.de! Kein „Die x-in“ oder „Die Tochter des / der y“, kein Mädchen in Männerkleidern, das am Ende von zahlreichen Irrungen und Wirrungen den Traumprinzen heiratet. Christoph Lode gelingt mit seinem ersten Roman ein echter Pageturner, der keinem bekannten und oft gelesenen Schema folgt.

Zum Inhalt: Raoul von Bazerat, ein junger lothringischer Ritter, liebt das Leben, ausschweifende Feiern, den Wein und die Mädchen, die er reihenweise mit gebrochenem Herzen zurück lässt. Als Zweitgeborener, unverheiratet, hat er keine Verpflichtungen, im Gegensatz zu seinem Bruder Jacques, den er als Langeweiler und Spielverderber bezeichnet. Bis Raoul erfährt, dass sein hartnäckiger Husten durch ein Geschwür in der Lunge verursacht wird. Er hat höchstens noch ein Jahr zu leben. Schlagartig wird ihm bewusst, wie sinnlos seine ganze Existenz bis dato war. Um Buße zu tun, pilgert er nach Rom, doch auf den Knien die Stufen der Basilika nach oben zu rutschen und Psalmen zu beten, kommt ihm auch nicht sinnvoller vor. Da erteilt ihm Kardinal Morra einen Auftrag. Er soll einen Schreiber namens Matteo Gaspare nach Jerusalem begleiten, der ein Pergament in die Obhut eines Freundes des Heiligen Stuhls geben muss. Bei dem Pergament handelt es sich um eine Kopie eines Teils der Vita Antonii, der Lebensgeschichte des heiligen Antonius, insbesondere geht es um dessen geheimnisvolles Zepter. Was sich als leicht zu bewerkstellende Aufgabe anhört, entpuppt sich jedoch als Odyssee durch mehrere Länder, denn nicht nur der heilige Stuhl ist an dem Antoniuszepter interessiert, sondern auch der Sultan, und eine geheimnisvolle ägyptische Prinzessin. Erst ganz am Ende der Geschichte zeigt sich, wer wahrer Freund und wahrer Feind ist.
Soviel zum Inhalt.

Man muss sich beim Lesen gelegentlich in Erinnerung rufen, dass es sich um den ersten veröffentlichten Roman eines neuen Autors handelt. Denn man merkt es nicht. Der Roman ist sprachlich auf hohem Niveau, der Plot gelungen strukturiert, der Spannungsbogen genau dosiert. Der Autor hat gründlich recherchiert, seinen Text aber nicht mit unnötigen Details überfrachtet. Die Figuren bewegen sich auf wenig ausgetretenen Pfaden und bringen uns Länder und Ereignisse nah, von denen wir mit Sicherheit noch nicht oft gelesen haben.
Ein ganz besonderes Talent zeigt Christoph Lode für die Figurenzeichnung. Manch eine Figur ist nicht, was sie am Anfang zu sein scheint, wie Zwiebeln, die man häutet, werden sie schichtweise ihrer Masken beraubt, ihre Motive werden offengelegt; keiner ist nur gut oder nur böse, und was sie antreibt, bleibt immer nachvollziehbar. Im letzten Drittel steigert der Autor das Tempo und bringt phantastische Elemente ins Spiel. Eine Warnung sei angebracht: lesen Sie nicht spät abends, Sie werden das Buch hier nicht mehr aus der Hand legen können.

Es ist erfreulich, dass der Verlag hier den Mut hatte, auf einen neuen Autor zu setzen. Das Buch ist aufwendig gestaltet, mit wunderschönem Einband, Landkarte, auffallendem orangefarbenen Lesebändchen. Die einzige Frage, die ich mir stelle, ist, warum der Arbeitstitel „Das Antoniuszepter“ nicht beibehalten wurde, ich finde ihn geheimnisvoller und interessanter als den Gewählten, der mehr nach dem üblichen Schema des Historischen Romans klingt und gerade dadurch diesem einfallsreichen Werk nicht gerecht wird. Das Lesevergnügen wird dadurch jedoch nicht geschmälert. Ein kleiner Tipp am Schluss: merken Sie sich den Namen Christoph Lode. Er arbeitet an seinem zweiten Roman und ich bin davon überzeugt, dass man von ihm noch einiges lesen wird in den nächsten Jahren.

Christoph Lode: Der Gesandte des Papstes.
Page & Turner, Februar 2008.
479 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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