Sexlibris
Sexlibris
Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Briefe an Milena (1952) IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Franz Kafka: Briefe an Milena (1952)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Zu Kafka- so glaubt mindestens eine der gro├čen Str├Âmungen der literaturwissenschaftlichen Forschung (welche sich au├čerhalb der Universit├Ątsmauern leider gro├čer Beliebtheit erfreut) - findet man nahezu ausschlie├člich dann Zugang, wenn man ihn biographisch liest. Der Autor, so die Verfechter des biographischen und des psychoanalytischen Ansatzes, setze sich schreibend mit seinen gro├čen Lebensthemen auseinander und derer gibt es einige:
- die Wurzellosigkeit und Entfremdung eines deutschsprachigen Juden im tschechischen Prag,
- die Hoffnungslosigkeit auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, den er anfangs weder in den Traditionen seiner Religion, noch ├╝berhaupt irgendwann in der Aus├╝bung seines Berufes als Angestellter einer Versicherungsanstalt findet
und
- die problematischen, Komplex behafteten Beziehungen zu sowohl Vater Hermann als auch dem anderen Geschlecht.

Nat├╝rlich, dass Kafka sich zeitlebens mit diesen Problemen auseinander setzte, ist ein Faktum, sein Werk jedoch einzig darauf zu dezimieren, ist nicht legitim. Es wird ihm nicht gerecht, denn Kafka nahm nicht nur seine Lebensthemen, sondern ebenfalls seine K├╝nstlerexistenz sehr ernst.
Kafkas Briefe an Milena beleuchten all dies ÔÇô seine Verzweiflung und sein Gef├╝hl der Entfremdung, die Diskrepanz zwischen Berufsalltag und K├╝nstlerdasein, seine Beziehung zu seinem sozialen Umfeld, seine Suche nach dem Sinn des Lebens- sprachlich sehr sch├Ân, kafkaesk eben, und stilisiert wie ein Roman, aber trotzdem genuin pers├Ânlich und real, authentisch und absolut biographisch.

Kafka lernt die verheiratete Journalistin Milena Jesenk├í im Jahr 1919 kennen. Sie schreibt ihm einen Brief, m├Âchte seine Erz├Ąhlungen ins Tschechische ├╝bersetzen. Als sich die beiden im Jahr 1920 in persona kennen lernen, sind sie sich gleich sympathisch, erkennen im Gegen├╝ber eine gewisse Seelenverwandtschaft. Sie beginnen, sich regelm├Ą├čig Briefe zu schreiben ÔÇô der Beginn einer wunderbaren, 3-j├Ąhrigen Liebesgeschichte, die fast ausschlie├člich ÔÇ×zu BlattÔÇť stattfindet.

Kafka pur- ein Dokument seiner inneren Zerrissenheit, seiner Verzweiflung, seines Strauchelns, seines Suchens. Gleichzeitig vor allem auch bei ausgesprochenen ÔÇ×Kafka-HassernÔÇť sehr beliebt, denn in diesen Zeilen wird der echte, reale Mensch Kafka sichtbar, der, mit dem man mitempfindet, in den man hineinschaut, den man hier so sehr erkennt wie man ihn mit dem Filter aller biographischen oder psychoanalytischen Interpretationsans├Ątzen in seinen Prosatexten niemals erfassen und verstehen k├Ânnte.




Franz Kafka: Briefe an Milena (1952).
Fischer Tb., 1991.
423 Seiten, Taschenbuch, 12,90 Euro.

Tanja Muhs

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Briefe an Milena (1952) von Franz Kafka jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2023 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.