Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Sabine Thiesler: Hexenkind
Jetzt bestellen bei amazon.de! Sarah, die deutsche Frau des Trattoriabesitzers Romano, wird in ihrem kleinen Häuschen am Waldrand in der Toskana tot aufgefunden, mit durchgeschnittener Kehle. Derjenige, der sie zuerst findet, zeigt den Fund nicht an.

Damit beginnt Sabine Thieslers neuer Roman „Hexenkind“. Wie schon beim „Kindersammler“ geht es jetzt aber nicht mit der Mordermittlung weiter. Die Autorin betont, für sie ist das Warum eines Mordes wichtiger als die Aufklärung.

Und so macht das Buch an dieser Stelle einen Sprung von achtzehn Jahren in die Vergangenheit zu dem Tag, an dem Sarah und Romano sich kennen lernten. Aber wer jetzt ein chronologisches Aufrollen von damals bis heute erwartet, wird sich gleich beim nächsten Abschnitt wundern: Es geht an dieser Stelle nochmals rückwärts. Wie eine Ausgrabungsstätte, an der Schicht für Schicht Erde und Sedimente abgetragen werden, damit man ein Fossil freilegen kann, arbeitet die Autorin sich an die Gründe für den Mord und an den Täter heran. Auch im weiteren Verlauf wechseln sich die Erzählzeitpunkte zwischen jetzt und damals, kurz vor und kurz nach Sarahs Tod ab. Der Täter ist am Ende bekannt, zumindest dem Leser, aber nicht dem ermittelnden Kommissar Neri, ein liebenswerter Tollpatsch, der bei der Verteilung von Scharfsinn und Spürsinn nicht allzu laut „hier“ geschrieen haben kann. Für diejenigen, die gerne beim Kauf eines Romans die letzten Seiten lesen: tun Sie es nicht! Sie würden sich um eine Überraschung bringen.

Wie schon beim Kindersammler legt die Autorin besonderes Augenmerk auf die Psyche der Figuren. Sie sind vielschichtig, und sie sind nicht allzu normal, weder Sarah, noch ihre hochbegabte Tochter Elsa, auch nicht Romanos Mutter sind frei von Macken. Das Rätselraten um den Täter macht beim Lesen Spaß, allerdings war mir ab einem gewissen Zeitpunkt ein Teil der Auflösung klar.

Sabine Thiesler lebt in der Toskana und kennt sich mit Landschaft und Mentalität so gut aus, dass es nicht aufgesetzt wirkt, den Roman dort spielen zu lassen.

Hexenkind ist ein spannender Roman, der fesselt. Und wer die Gelegenheit hat, Sabine Thiesler live bei einer Lesung zu erleben, sollte sich das nicht entgehen lassen. Durch ihre Erfahrung als Schauspielerin, Dramaturgin und Drehbuchautorin besticht sie durch die gekonnte Auswahl der Textstellen, und vor allem durch einen lebendigen Vortrag, bei dem die Luft förmlich vibriert vor Spannung.


Sabine Thiesler: Hexenkind.
Heyne, November 2007.
575 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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