Der Tod aus der Teekiste
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Göran Sahlberg: Sieben wunderbare Jahre
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ein seltsames Buch: Bis etwa zur Hälfte handelt es davon, dass ein sechsjähriger schwedischer Junge in den 50er-Jahren so werden will wie sein Vater. Der ist versponnener Prediger und religiöser Eiferer. Der namenlose Junge, der als Ich-Erzähler fungiert, schreibt zum Missfallen der Mutter Grabreden auf die Lebenden in seiner Umgebung. In der zweiten Buchhälfte begleitet der Junge eine Bekannte der Familie nach Schonen in Südschweden, wo sie hofft, die Bekanntschaft von Dag Hammarskjöld zu machen: Den gab's wirklich. Er war von 1953 bis 61 UN-Generalsekretär und damals berühmtester Schwede. Die beiden Buchteile passen kaum zusammen, lassen sich nur als zwei eigenständige Episoden sehen, die kein geschlossenes Ganzes ergeben. Dann wäre "Sieben wunderbare Jahre" aber kein Roman, sondern eine Art Geschichtensammlung.

Der 1954 geborene Autor Göran Sahlberg legt ein Debüt vor, das insgesamt etwas bieder daherkommt. Die Geschichtchen, die der Ich-Erzähler erlebt, wirken hausbacken. Ein Beispiel: Der Junge stiehlt am Vorabend seines Geburtstages ein Fahrrad aus dem Keller, das seine Eltern ihm am nächsten Tag schenken wollten. Fortan macht er sich große Vorwürfe und glaubt, wegen dieser Sünde nicht in den Himmel zu kommen. Sicher, das kann man witzig, rührend, süß oder menschelnd finden, aber auch - wie der Verfasser dieser Rezension - langweilig und etwas angestaubt. Ganz nach Geschmack.

Ein Grundproblem des 300-Seiten-Textes besteht zudem in der Erzählperpektive. Weil der Text durchgehend aus der naiven Sicht eines Kindes geschrieben ist, muss zwangsläufig der Text selbst etwas naiv daherkommen. Das wirkt auf die Dauer etwas störend, schließlich wollte man kein Kinderbuch lesen.

Fazit: Wer an Kindheitsgeschichtchen wie der oben genannten seine Freude hat, der wird sich über "Sieben wunderbare Jahre" nicht ärgern. Wem das zu wenig ist, der sollte die Finger davon lassen.

Göran Sahlberg: Sieben wunderbare Jahre.
Blessing, April 2008.
302 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Andreas Schröter

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