Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Ulrike Schweikert: Nosferas – Die Erben der Nacht
Jetzt bestellen bei amazon.de! Europa zum Ende des 19. Jahrhunderts. Während die industrielle Revolution das Leben und Denken der Menschen umkrempelt, versinken die großen Vampir-Familien immer mehr in Dekadenz, Inzucht und Selbstmitleid. Seit Jahren wurde den Familias kein neues, reinrassiges Vampirkind mehr geboren, es droht die Auslöschung ihrer Art.

In einem am Genfer See gelegenen Kastell treffen die einander misstrauenden Clanführer aufeinander. Die uralte Druidin Tara weist ihnen den einzigen Weg in eine mögliche Zukunft. Ihre Kinder müssen sich mischen, müssen voneinander lernen, ihre Kräfte vereinen und so das alte Blut neu befruchten.
Trotz aller Ressentiments, trotz dem Misstrauen ja dem Hass, der die Familien entzweit, einigt man sich darauf, die Kinder für jeweils ein Jahr zu einem der Clans in Ausbildung zu geben. Das Los bestimmt Rom als erste Lehrstadt.

Durch die Augen Alisa vom Hamburger Clan der Valmara erleben wir das Lehrjahr mit. Schnell finden sich Verbündete, die zu Freunden werden, und verhasste Gegner. Insbesondere die versnobten Dracas aus Wien zeichnen sich durch Arroganz und Gehässigkeit aus. Neben den alltäglichen Ressentiments und Nickeligkeiten lernen unsere Schüler Italienisch und Latein sowie den Umgang mit christlichen Objekten. Als sie bemerken, dass Seltsames in Rom vorgeht, werden sie in eine abenteuerliche und gefährliche Handlung verstrickt. Immer wieder triumphieren Vampirjäger. Die Uralten, meist unbequeme Störenfriede, die dem Anführer der Nosferas ein Dorn im Auge sind, werden gefangen und dem endgültigen Tod übereignet. Doch vom wem bekommen die Jäger mit den roten Samtmasken, die im Auftrag eines Kardinals unterwegs sind, die Hinweise, die zum Aufspüren der alten Vampire führen. Gibt es einen Verräter in den Reihen der Nosferas, und wenn ja, was will dieser erreichen?

Ulrike Schweikert ist dem Leser in erster Linie als Autorin historischer Romane ein Begriff. Hier zählt sie zur Creme de la Creme der deutschen Verfasser, legt einen Bestseller nach dem anderen vor.
Daneben aber hat sie seit Beginn ihrer Karriere immer auch phantastische Werke publiziert. Seien es die Drachenkrone-Bände, eine lupenreine Fantasy-Geschichte oder ihre beiden Romane um den Hamburger Vampir Peter von Borgo, die momentan bei Egmont Lyx neu aufgelegt werden, beides beweist ihre Verbundenheit mit dem Genre.

Vorliegender Auftakt einer projektierten Trilogie zeigt, gerade auch im Vergleich zu ihren wenig überzeugenden Hamburger Vampirromanen, dass sie es durchaus versteht, ihre Stärken mit ihrer Passion zu vereinen.
Zum Einen erhält der Leser, und der Roman eignet sich nicht nur für eine jugendliche Zielgruppe, einen fundierten Einblick in die Welt zu Ende des 19. Jahrhunderts, zum Anderen entwirft sie dieses Mal eine eigenständige Vampirgesellschaft, die in ihrer Anlage aus differenzierten Ausgestaltung zu faszinieren weiss.

Geschickt nutzt sie ihre einander zunächst spinnefeind gegenüberstehenden Protagonisten um die verschiedenen Clans und ihre jeweiligen Eigenheiten zu portraitieren, ohne dass sie die Vampire per se verniedlicht. Trotz eines selbst auferlegten Kodexes, der das Töten von Menschen verbietet, sind das mitnichten Kuschelvampire sondern eine eigene Gattung, die zu ihrem Überleben Blut, am besten Menschenblut braucht. Ihnen wohnt eine gewissen Selbstüberschätzung inne, die gerade bei den Heranwachsenden, die die Bedrohung durch die Masse Mensch noch nicht realisiert hat, zu einer gewissen Verachtung für die Menschen führt. Deren technische Errungenschaften werden mit Argwohn ja Ablehnung gestraft, ohne dass man die Potentiale aber auch die Gefahren für die Vampire wahrnimmt.
Geschickt baut Schweikert innere Konflikte zwischen den Jugendlichen auf, berichtet überzeugend und nachvollziehbar von ihrem Misstrauen und der gegenseitigen Ablehnung. Dennoch, und auch diese Entwicklung wurde nachvollziehbar aufbereitet, lernen die so unterschiedlichen Wesen zusammenzuarbeiten, sich zu vertrauen. Dabei bleiben noch genügend Geheimnisse und Ansätze übrig, so dass dem für Herbst in Vorbereitung befindliche zweite Band mit einer gewissen Spannung erwartet werden kann.

Ulrike Schweikert: Nosferas – Die Erben der Nacht.
cbj Verlag, März 2008.
445 Seiten, Taschenbuch, 12 Euro.

Carsten Kuhr

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