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Barb & J. C. Hendee: Halbblut – Dhampir Band 1
Jetzt bestellen bei amazon.de! Magiere, eine junge, engergiegeladene Abenteuerin und ihr Freund und Verbündeter, der Halbelf Leesil sind gut im Geschäft. Seit einigen Jahren schon eilen sie von Dorf zu Dorf um dort mit viel Brimborium und Tam-Tam vermeintliche Heimsuchungen der übernatürlichen Art gegen klingende Münze zu bekämpfen. Bisher zumindest sind sie dabei noch nie auf echte Vampire gestoßen, ein wenig Bühnenzauber, ein paar Tricks und schon heißt es Hand aufhalten und dann so schnell wie möglich weiterziehen.

Doch irgendwann einmal ist Magiere das unstete Leben als Vagabunden der Landstrasse zu wenig. Sie sehnt sich nach Ruhe, nach einem Platz an dem sie die Seele baumeln lassen kann, nach einem Heim. Über die Jahre hat sie einiges zusammengespart, und als in einer kleinen Küstenstadt eine Taverne frei wird greift sie zu. Zusammen mit Leesil und dessen grossen Hund Chap macht sie sich auf, ihre neues Domizil in Besitz zu nehmen.

Schon auf dem Weg an die Küste zeigt sich, dass die Zeit der Abenteuer mitnichten vorbei ist. Erstmals in ihrer Karriere begegnen sie einem echten Vampir. Im Kampf gegen die blutrünstige Bestie in Menschengestalt offenbaren sowohl Magiere als auch Chap unerwartete Fähigkeiten. Magiere bewegt sich beinnahe so schnell wie der Bluttrinker, ihr ererbtes Schwert reisst dem Nosferatu schmerzhafte Wunden. Nach einem wilden Kampf gelingt ihr das Unmögliche – sie enthauptet den Vampir. Doch damit haben unsere zwei berühmten Vampirjäger noch lange keine Ruhe. Der mittlerweile Kopflose Bluttrinker hatte Freunde, Freunde, die sich ausgerechnet in Miiska, dem Ort, in dem Magiere sich niederlassen will ihr behagliches Nest gebaut haben.

Kaum in Miiska angekommen wird Magiere wieder attackiert. Die drei ortsansässigen Geschöpfe der Nacht blasen zum Angriff auf die Jägerin und ihren Freund. Doch nur zu bald merken sie, dass sie es hier mit Gegnern zu tun haben, die nicht so einfach zu besiegen sind. Es entbrennt ein Kleinkrieg, der schnell Opfer auf beiden Seiten fordert.

Ein Fremder scheint mehr über ihre Fähigkeiten, und ihre Herkunft zu wissen als sie selbst. Ihr unbekannter Vater scheint ein Vampir gewesen zu sein. Diese Abstammung macht sie zum Dhampir, einem Wesen, dessen Kräften denen eines Vampirs ähneln und der dazu ausersehen ist, die Bluttrinker zu verfolgen und zur Stecke zu bringen. In einem furiosen Show-Down stossen die Jägerin und ihre Beute aufeinander ...



Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles an Vampir-Kost angeboten bekommen. Romantische Vampire, lustige Bluttrinker, sexy Beißerchen und melancholische Weltverbesserer, sie alle haben die Büchertische in den Buchhandlungen gefüllt und boten, wie bieten dem Leser entsprechende Kost.

Auch Egmont Lyx hat sich dem Trend verschrieben. Neben gängiger Fantasy-Kost dominieren die Wesen mit den langen Zähnen die kleine, wohlfeile Reihe. Der Schwerpunkt liegt bei romantisch-erotischen Titeln, doch es mischen sich zunehmend auch Titel mit anderen Schwerpunkten in die Edition.

Das Autorenehepaar Hendee legt ein munter zu lesendes, kurzweiliges Werk auf. Nicht um weltbewegende Messages geht es den beiden Autoren, sondern ganz eindeutig darum ihre Leser in einer recht typischen Fantasywelt spannend zu unterhalten.

So ist es wenig überraschend, dass wir von der Welt Magieres nur recht wenig Einzelheiten erfahren. Eine vorindustrielle, feudalistische Gesellschaft angereichert durch Vampire und Werwölfe in der die Menschen versuchen, durch ihrer Hände Arbeit zu überleben. Karg sind in aller Regel die Lebensumstände, grosse kulturelle Errungenschaften scheint es nicht zu geben.

Trotz dieser Austauschbarkeit, was die Weltengestaltung anbelangt, zieht die actionbetonte Handlung den Leser in ihren Bann.

Zum Einen liegt das in der geschickten Wahl der Hauptperson begründet. Magiere, eine junge Frau, die gegen ihr vorgegebenes Schicksal rebelliert, die anstatt einem Bauern das Bett zu wärmen und eine Horde Kinder in die Welt zu setzen lieber ihr Leben selbst bestimmt, ist eine charismatische Person. Das Rätsel ihrer Herkunft, ihre innere Unsicherheit machen sie sympathisch, ihre anpackende, energische Art und nicht zuletzt das Geheimnis um ihre Abstammung und ihre übernatürliche Gaben wecken Interesse. Dazu gesellt sich mit dem Halbelfen Leesil eine weitere, geheimnisumwitterte, vielschichtige Person. Geschickt manipuliert ein Strippenzieher im Hintergrund die Kontrahenten, man ahnt, dass mehr, viel mehr hinter dem ersten Konflikt Magieres und den Geschöpfen der Nacht steckt. So manches wird angedeutet, erste Geheimnisse gelüftet, neue Rätsel aufgeworfen. Das ist in seiner Ausgestaltung Abenteuer-Fantasy reinsten Wassers voller Kämpfe, Verwicklungen und Enthüllungen.

Sicherlich keine grosse Literatur, nicht einmal ein Werk, das das Subgenre sonderlich voranbringt, oder stilistisch zu brillieren weiss, aber nett geschriebene Unterhaltung mit Drive.


Barb & J. C. Hendee: Halbblut – Dhampir Band 1.
Egmont Lyx Verlag, April 2008.
364 Seiten, Taschenbuch, 13,95 Euro.

Carsten Kuhr

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