Burgturm im Nebel
Burgturm im Nebel
"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Barbara Gowdy: Hilflos
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ron ist ein einsamer Mensch, der eines Tages der bildhübschen neunjährigen Rachel begegnet. Das Mischlingskind mit den blonden Locken zieht ihn sofort in den Bann. Er beobachtet sie. Der Lebenswandel ihrer Mutter, Celia Fox, die sich mit Jobs über Wasser hält, gefällt ihm gar nicht. Auch vermutet er, dass der Vermieter (und Freund Celias) sich an dem Mädchen vergeht. Für Ron ist klar, dass er sie retten will. Den Keller seiner Arbeitsstätte baut er zu einem perfekten Kinderzimmer um, denn ihm ist klar, dass er Rachel einige Zeit verstecken muss – aber es soll ihr an nichts mangeln.

Aus seinem weißen Lieferwagen heraus beobachtet er das Kind. Er steigt aus, schleicht um das Haus. Der Zufall will es, das just in diesem Moment der Strom ausfällt und ihm das Mädchen in die Arme läuft. Er nimmt sie mit, rettet sie vor ihrer vermeintlichen Gefahr. Aber Rachel hat Angst vor ihm, also weiht Ron seine Freundin Nancy ein und bitte sie, sich um das Kind zu kümmern.

Rachel baut ihre eigene Wahrheit auf, warum sie versteckt werden muss und fürchtet sich vor imaginären Sklavenjägern, die sie verschleppen wollen. Zu Nancy baut sie eine Beziehung auf, Ron fürchtet sie. Das ändert sich erst, als Ron das fliehende Mädchen gerade noch vor einem schwarzen Fernfahrer retten kann, in dem Rachel einen Sklavenjäger sieht.

Aber mit der neuen Nähe zwischen Ron und dem Mädchen weiß Nancy immer weniger umzugehen. Einerseits toleriert sie, dass Rachel aus ihrer gefährlichen Umgebung entfernt wurde – andererseits verhält sich Ron zusehends merkwürdiger. Nancy vermutet, dass sich Ron an Rachel vergehen wird, wie sich auch ihr Vater an ihr vergangen hat, während Ron versucht, den Gefühlen habhaft zu werden.

In ihrem sechsten Buch zieht die Kanadierin Barbara Gowdy ihre Leser in ein Gänsehautszenario. Rons Gefühle, Nancys Bedenken und Rachels weichende Angst lassen eine Dreiecksbeziehung entstehen, wie sie gespenstischer nicht sein könnte. Der Leser möchte Rachel in Sicherheit wissen, sie vor Ron schützen, obwohl man Ron (fast) verstehen kann. Ron möchte dem Mädchen nichts Böses, aber die fehlgeleitete Liebe zu einem Kind könnte fatal enden – oder aber auch gut!?
Den Fall Natascha Kampusch im Hinterkopf entblößen sich die Motive des Entführers, man erhält Einblicke, warum „so jemand so etwas macht.“ Dadurch wird das Buch noch spannender und sozialkritischer. Eine echte Empfehlung.

Barbara Gowdy: Hilflos.
Diana, Juli 2008.
336 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Ralf Seybold

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