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Clare Allan: Poppy Shakespeare
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Das Abbadon ist ein massiver roter Turm. Im ersten Stock liegt die Dorothy-Fish-Tagesklinik, darüber stapeln sich wie Kommodenschubladen die Abteilungen für stationäre Patienten. Keiner weiß, wie hoch der Turm ist, aber eins weiß man: Je verrückter man ist, desto höher das Stockwerk, und wenn man gesünder wird, schleusen sie einen durch die Stockwerke wieder runter. Je tiefer man kommt, desto mehr darf man machen.“ So beschreibt die Erzählerin N ihre Welt, in der sie vor eine neue Aufgabe gestellt wird. Als langjährige Insassin soll sie die neue Patientin Poppy Shakespeare betreuen. Poppy ist eigentlich ganz normal. Zumindest bis zu dem Tag, als sie sich auf eine neue Stelle bewarb und beim Vorstellungsgespräch eröffnet bekommt, dass sie – laut Eignungstest - an einer schweren Persönlichkeitsstörung leide. Doch Poppy kann sich nicht wehren, denn sie ist pleite und kann sich den Anwalt, der sofort erkennt, dass sie zu unrecht eingewiesen wurde, nicht bezahlen. Dafür müsste sie WAHN-Geld beantragen, das aber nur an gestörte Personen ausbezahlt wird (das britische Gesundheitssystem lässt grüßen). So beißt sich die Katze in den Schwanz und Poppy stellt tatsächlich einen Antrag. In der Klinik trifft Sie auf schräge Personen, wie zum Beispiel Tony Hasskappe, MittelklasseMichael, KopfhörerClara, Astrid Arschwischer, den mit Medikamenten dealenden BankerBill und zahlreichen anderen Bekloppten oder Depressiven (so depressiv, dass sie sogar von Leichenwagen angehupt werden). Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen normal und behämmert.

Poppy Shakespeare ist das erste Buch der Engländerin Clare Allen, das bei Erscheinen großes Aufsehen erregte und für den Guardian First Book Award nominiert wurde. Die Charaktere sind herausragend ausgearbeitet und der Tagesablauf der Klinik detailliert beschrieben – fesselnder als eine Zwangsjacke. Ausgehend vom Grundgedanken Anton Tschechows „Wenn Gefängnisse und Irrenhäuser einmal bestehen, so muss doch irgendjemand darin sitzen“, vertieft sich die Autorin in das Schicksal einer fälschlicherweise eingelieferten Patientin – aus der Sicht einer Mitpatientin. Das ist eine wahnwitzige Idee, die sich auf den ersten 100 Seiten des Romans zäh liest, dann aber enorm an Fahrt und Witz aufnimmt.

Fazit: Ein witziger Roman, der nachdenklich stimmt und die Frage aufwirft, wie normal wir eigentlich sind.

Clare Allan: Poppy Shakespeare.
Heyne, August 2008.
345 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Ralf Seybold

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