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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die „Short Story“ ist bislang eine DomĂ€ne der amerikanischen Literatur und bei deutschen Autoren eher selten zu finden. Doch jetzt legt Clemens Meyer, vor zwei Jahren mit seinem dĂŒsteren Nachwende-Roman „Als wir trĂ€umten“ zum Shooting Star der jĂŒngeren deutschen Literatur avanciert, sein zweites Werk vor, einen Band mit 15 Storys. Der Titel ist Programm. Die meisten der Geschichten spielen sich im DĂ€mmerlicht und im Dunkeln ab, Menschen fahren nachts Zug oder Taxi, geben sich flĂŒchtigen Begegnungen hin, schauen aus dem Fenster. Ab und zu fĂ€llt ein Licht hinein, leuchten kurz die Lichter der Großstadt auf, wie ein Funken Hoffnung. Es sind die Randexistenzen und Schattengestalten der Gesellschaft, die den Autor interessieren, und man merkt, dass er die Milieus, ĂŒber die er schreibt, sehr genau kennt. Es ist die Welt der Verlierer, Arbeitslosen, Kleinkriminellen und Gestörten, die SchauplĂ€tze sind Knaste, dĂŒstere Wohnungen, Boxringe und Pferderennbahnen. Die zentralen Themen sind Einsamkeit, Sehnsucht, unterwegs sein nach irgendwohin und die BrĂŒchigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Ein Mann trifft eine ehemalige Freundin in einer Kneipe, doch die Hoffnung auf einen Neuanfang wird nicht erfĂŒllt. Ein anderer setzt sein letztes Geld auf der Rennbahn, um seinen kranken Hund behandeln zu lassen. Er gewinnt - doch im letzten Satz reißt der Autor das Ruder herum ...

Clemens Meyer zieht den Leser schnell in seine ErzĂ€hlungen hinein und schafft NĂ€he zu seinen Antihelden, auch wenn deren Lebenswelt vielen eher fremd sein dĂŒrfte. Sein Sprachstil ist einzigartig intensiv, es gelingt ihm, in wenigen SĂ€tzen viel zu sagen, Stimmungen und GefĂŒhle prĂ€zise auf den Punkt zu bringen, oft rau, aber auch poetisch, ohne sentimental zu werden oder mit der Außenseiterrolle zu kokettieren. Trotz dĂŒsterer Thematik ein echter Lichtblick, ein Buch, eindringlich und abgrĂŒndig wie ein alter Film Noir.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter.
S. Fischer-Verlag, Februar 2008.
266 Seiten, Hardcover, 18,90 Euro.

Susanne Tank

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