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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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William Shakespeare: K├Ânig Heinrich V. (1599)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Zwei junge, ehrgeizige Herrscher besa├č Europa im Jahr 1412, einen in England, der bereits K├Ânig war und einen in Frankreich, der quasi regierte. Mehr als sechzig Jahre des Hundertj├Ąhrigen Krieges waren verstrichen, als mit Heinrich wieder ein hei├čbl├╝tiger, entschlossener K├Ânig auf Englands Thron sa├č, der es als seine gottgegebene Aufgabe betrachtete, sich die ihm seiner Ansicht nach zustehende franz├Âsische Krone ebenfalls aufs Haupt zu setzen. Heinrich V. war der charismatischste, vielleicht der k├Âniglichste der Lancaster-K├Ânige, und doch gesteht Shakespeare auch ihm Stunden des Zweifels neben den Stunden des Triumphes zu. Wie etwa die Stunden vor der Schlacht von Agincourt, der Schlacht am Crispianstag, in denen er verborgen unter einem neutralen Umhang durch die Reihen seiner M├Ąnner schreitet und sich fragt, ob sie ihm noch folgen werden, ob Gott noch mit ihm ist.

In f├╝nf Akten erz├Ąhlt Shakespeare uns die Geschichte des jungen englischen K├Ânigs, eine Geschichte ├╝ber Verrat, ├╝ber Freunde, ├╝ber Krieg und ├╝ber Liebe. Shakespeares Worte machen die Beteiligten unvergesslich, Heinrichs Monologe angesichts der Beleidigung des Dauphins, vor Harfleur oder vor Agincourt machen den K├Ânig lebendig. Ein starker K├Ânig, ein Heldenk├Ânig, ein w├╝rdiger Nachfolger Artus. Aber auch ein nachdenklicher Mann, dem nur eines (meistens) sicher ist: Gott ist auf seiner Seite.

F├╝r mich ist Heinrich V. eines der sch├Ânsten Shakespeare-St├╝cke, eben wegen der Vielseitigkeit. Wegen der Vielschichtigkeit der auftretenden Personen, die aus Frankreich genauso kommen wie aus England, die aus dem Volk und aus dem Adel entstammen und sich doch alle in das St├╝ck einf├╝gen, als w├Ąre es genauso gewesen.

William Shakespeare: K├Ânig Heinrich V. (1599).
Ars Vivendi, Oktober 2005.
411 Seiten, Hardcover.

Regina Lindemann

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