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Thomas Pletzinger: Bestattung eines Hundes
Jetzt bestellen bei amazon.de! Amygdala (griech.) Mandelkern, beidseitig angelegte, mandelförmige Hirnregion im Schläfenlappen des Großhirns. Die Amygdala stellt einen Teil des limbischen Systems dar und erfüllt Funktionen bei der emotionalen Bewertung von neuronalen Informationen. Die elektrische Reizung der Amygdala ruft bei Mensch und Tier emotionale und vegetative Reaktionen hervor. Hat Pletzinger bewusst den Namen Mandelkern für seinen Roman „Bestattung eines Hundes“ aus dieser Duden - Definition abgeleitet? Mag sein, denn der Protagonist und einer der „Ich Erzähler“, eben der gescheiterte Ethnologe und (Zufalls-) Journalist Daniel Mandelkern, wird in diesem Roman emotional und vegetativ hochgradig gereizt.

Aber mal langsam. Es gibt eigentlich zwei Handlungsstränge, die sich nach und nach ineinander verweben und die durchaus einen überraschend eigenen Sprachstil erkennen lassen. Mandelkern wird von seiner Frau Elisabeth, die Redaktionsleiterin einer Zeitschrift mit Sitz in Hamburg ist, mit dem Auftrag in Schweiz geschickt, einen hochaktuell erfolgreichen Kinderbuchautor zu interviewen (16000 Zeichen). Er findet diesen Svensson zwar, aber auch mehrere Geschichten, Personen, Schicksale und Tragödien. Mehr und mehr ist Daniel Mandelkern von der abenteuerlichen Vita Svenssons (festgehalten in „Astroland“, welches er zuerst schamhaft liest, weil zufällig gefunden, 2. Handlungsstrang) und er vergisst in dem runtergekommenen Haus Svenssons am Luganer See nicht nur seinen Auftrag, sondern auch die Zeit, und vielleicht am Ende auch sich selbst.

Mit Svensson, der schönen Finnin Tuuli, mit der Fotografin Kiki Kaufmann, mit dem dreibeinigen Hund Lua, oder Lula, je nach dem, und Tuulis kleinen Sohn, dessen Vater entweder Svensson oder Felix Blaumeiser ist, und der einer der Hauptpersonen des Romans im Roman (eben Astroland) ist. Und immer wieder stellt er in überraschenden Reflektionen seine Beziehung zu seiner Frau Elisabeth in Frage, bzw. er fragt sich die Frage aller Fragen: was soll das alles? Diese Frage können sich natürlich alle beteiligten Figuren stellen, denn wir haben es mit nicht wenig Erlebnissen rund um den Globus zu tun. In einem ganz eigenen, auch für mich neuen Rhythmus und Erzählstil, mit überraschenden Überschriften und eingeschobenen Beobachtungen (Beispiel: ein Paar lässt sich vor einem Brunnen fotografieren. Pleitzingers Einschub - für die Dauer des Bildes glücklich -) befinden wir uns mal in Brasilien, wo Blaumeiser Tuuli und Svensson in irgendeinem Slum für irgendeine karikative Organisation eine Wasserleitung bauen, oder im New York des 11. September.

Alles vielleicht ein wenig viel; zuviel Dreiecksgeschichten und überbordende Sauf- und Drogenexzesse. Aber wie dem auch sei, Mandelkern gibt sich nach dem Schweiz Abenteuer eine neue Richtung. Und Hand aufs Herz, wer schafft das schon von uns?


Thomas Pletzinger: Bestattung eines Hundes.
Kiwi, März 2008.
352 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.

Fred Ape

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