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J.D. Salinger: Der Fänger im Roggen (1951)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Salingers Hauptfigur, der 16-jährige Holden Caulfield, der auf der Suche nach eigenen Werten und eigenem Menschenbild durch New York streift, scheint Potential zu haben.
Das Potential, als Identifikationsfigur dienen zu können – sowohl für „sich (nett und in der Natur der Sache liegend) Abgrenzende, Kategorie A“ (Jugendliche), als auch für die deutlich weniger netten der „Kategorie Z“ (Attentäter und Gewaltverbrecher wie Lennon-Mörder Mark Chapman und Charles Manson).
Das klingt interessant, oder? Ein Bestseller, der – ambivalent- als Schulbuch und als Bibel für kranke Verbrecher fungieren kann.
Das habe ich auch gedacht und habe ihn gelesen.

Caulfield ist auf der Flucht. Der Schule verweisen, schindet er Zeit, um nicht zu seinen Eltern fahren und ihnen die frohe Botschaft verkünden zu müssen, dass sein Lebenslauf den nächsten Knick bekommen hat. Er treibt sich in New York herum - Bars, Absteigen, Tanzlokale und schließlich auch im Central Park-, begegnet alten und neue Bekannten, Schulfreunden und –feinden, (Ex-) Freundinnen und Prostituierten – und bei diesen Begebenheiten passiert etwas. Er grenzt sich ab, spiegelt sich in denen, die er trifft, erkennt die Affektiertheit und Verlogenheit der Erwachsenenwelt(, welche scheinbar mit der sexuellen Reife einhergeht) und entscheidet, allem zu entfliehen, alles Vertraute hinter sich zu lassen und auszuwandern. All dies jedoch nicht, ohne sich von seiner kleinen Schwester Phoebe zu verabschieden. Als sie ihn jedoch begleiten will, erkennt er die Verantwortung, die er für sie und sich selbst hat - er wird erwachsen(er).

Ein „Initiationsroman“, ein Buch, das Werte eruiert und evaluiert, das sich – mit sowohl sozialkritischer als auch psychologischer Komponente - mit dem Erwachsenwerden (in den Vereinigten Staaten der 50er Jahre) auseinandersetzt.

Tolles Buch, tolles Buch- nicht umsonst Bestseller und Schullektüre.

Ein großes Manko jedoch... die Erzählstimme des Protagonisten. Salopp ausgedrückt: die nervt, tut es zumindest in der deutschen Übertragung, klingt bisweilen allzu altklug, altbacken und gar nicht jugendlich (in älteren Übersetzungen ist die Jugendsprache nicht konsequent umgesetzt worden), und ist zwischenzeitlich so unerträglich, dass sie es dem Leser schwer macht, bis zum Ende durch zu halten und zu erkennen, dass Der Fänger im Roggen thematisch und konzeptionell sehr ansprechend und in diesem Sinne lesenswert ist.

J.D. Salinger: Der Fänger im Roggen (1951).
Rowohlt, 2004.
269 Seiten, Hardcover, 7,95 Euro.

Tanja Muhs

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