Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Joe Dunthorne: Ich, Oliver Tate
Jetzt bestellen bei amazon.de! Oliver Tate, der Protagonist von Joe Dunthornes Debütroman, ist 15 Jahre alt. Und er hat eine ganz spezielle Sicht davon, wie Dinge funktionieren, beziehungsweise funktionieren sollten.
Mit Hilfe einiger Fremdwörter- und Medizinbücher, sowie dem Internet erstellt er psychologische Gutachten für und über seine Familienmitglieder und Nachbarn. Er informiert sich über seltene Geschlechtskrankheiten, die ihn möglicherweise befallen könnten. Er versucht, seine hautkranke Fast-Freundin mit vermeintlich aphrodisierendem Essen zu verführen. Er quält schwächere Mitschüler mit Zirkeln und beobachtet deren Reaktion, um seine These „Opfern mangelt es an Kreativität“, bestätigt zu sehen.
Sein Tagebuch führt er nur aus diesem einen Grund: Er weiß, dass er all diejenigen, die es lesen werden (wofür er sorgt) hervorragend manipulieren kann.
„Mein Körper ist nur noch eine Hülle“, oder „Meine inneren Organe sind aus Stein“ äußert Oliver beim Abendessen. Er hat in der Suchmaschine seiner Mutter „Wahnvorstellungen bei Jugendlichen“ entdeckt und möchte ihren Verdacht, er habe möglicherweise das Cotard-Syndrom (eine Form von Autismus, bei der die Betroffenen glauben sie seien tot), bestätigen.

Und trotz alledem werden Sie ihn lieben. In Dunthornes Anti-Helden paart sich kindliche Naivität mit einer beinahe unheimlichen Schlagfertigkeit, trockenem, teils zynischem Humor und einem sehr erwachsenen Wortschatz. Der Autor rechtfertigt diesen damit, dass Oliver jeweils ein „Wort des Tages“ wählt und in seinem Tagebuch näher erläutert. Die Spanne reicht von Parthenogenese (Jungfrauengeburt) über Reumütigkeit (aus gegebenem Anlass) bis hin zu Exungulation (das Schneiden oder Trimmen von Nägeln oder Hufen).
Nicht nur Ihr Wortschatz wird erweitert werden, falls Sie sich dazu entschließen, „Ich, Oliver Tate“ auf seiner Mission, die Ehe seiner Eltern zu retten, zu begleiten.

„Ich, Oliver Tate“ ist wahnsinnig witzig und trotzdem nicht anspruchslos. Joe Dunthorne scheint einen beinahe unerschöpflichen Ideenreichtum zu besitzen.
Wenn Sie etwas über die Religion der Zoroastrianer erfahren wollen, oder gerne die Vorlieben eines Pansexuellen kennen würden, wenn Sie gute Unterhaltung schätzen oder einfach gerne lachen: lesen Sie dieses Buch.

Joe Dunthorne: Ich, Oliver Tate.
Rowohlt, Oktober 2008.
380 Seiten, Hardcover, 19,90 €.

Carolin Glock

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