Burgturm im Nebel
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"Was mögen sich im Laufe der Jahrhunderte hier schon für Geschichten abgespielt haben?" Nun, wir beantworten Ihnen diese Frage. In diesem Buch.
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Jhumpa Lahiri: Einmal im Leben: Eine Liebesgeschichte
Jetzt bestellen bei amazon.de! »Einmal im Leben« erschien in diesem Jahr erstmal innerhalb einer englischen Kurzgeschichten-Sammlung namens »Unaccustomed Earth«, einer Ansammlung von acht Geschichten, die alle aus der Feder Jhumpa Lahiris stammen. Die Tochter bengalischer Eltern greift innerhalb ihrer Veröffentlichungen oftmals Probleme von Auswandererfamilien aus dieser Region auf. »Einmal im Leben« stellt die Geschichte zweier Jugendlicher und später Erwachsener in den Mittelpunkt, deren Eltern zu den Menschen zählen, die bereits vor der Geburt ihrer Kinder nach Amerika ausgewandert sind. Ihre Kindheit in Cambridge scheint noch relativ unbedeutend, doch die Familie des damals 9-jährigen Khaushik entscheidet sich, nach Indien zurückzukehren. Erst Jahre später kommen sie aus für das Mädchen Hema ungeklärten Gründen zurück nach Amerika und nisten sich bei deren Familie ein. Die mittlerweile 13-Jährige verliebt sich auf schwärmerische Weise in den um drei Jahre älteren Jugendlichen, traut sich jedoch nie, dies offen zuzugeben. Dann treibt das Schicksal die beiden für lange Zeit auseinander und lässt sie erst im Erwachsenenalter wieder aufeinander treffen.

Jhumpa Lahiri entscheidet sich in ihrem Buch für eine Art Zwiegesprächs-Stil. Im Mittelpunkt steht die Wahrnehmung der beiden Hauptfiguren, ihre Worte richten sich direkt an den jeweils anderen. Und so berichten Hema und Khaushik einander von ihren Eindrücken der gemeinsamen Vergangenheit und den Gedanken, die sie sich immer über einander gemacht haben, geben aber gleichermaßen Einblick in die Momente, in denen ihrer beider Leben getrennte Wege genommen haben. Allein dadurch unterscheiden sich die einzelnen Kapitel schon sehr voneinander, denn die Autorin schafft es mit ihren Worten nicht nur der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Hema und Khaushik Mann und Frau sind, ihr gelingt es zudem auch noch, das Alter der beiden zu den jeweils erzählten Zeitpunkten in den Worten zu spiegeln.

Der dritte Teil hebt sich erneut von den vorangehenden ab und berichtet vorrangig aus leicht distanzierter Perspektive von Hemas Leben mit weitem Abstand von fast 20 Jahren zu den übrigen Ereignissen. Die Dreiteilung erweist sich als passend und gelungen für den behandelten Stoff. Zahlreiche Themen, mit denen sich bengalische bzw. indische Auswanderer immer wieder auseinandersetzen müssen, werden von der Autorin, die auch für den verfilmten Roman »Der Namensvetter« verantwortlich ist, aufgegriffen: Die Konfrontation mit arrangierter Ehe und der Zerrissenheit zwischen zwei Nationen mit ganz unterschiedlichen Wertevorstellungen, damit verbunden natürlich die Erwartung, die Eltern an ihre in diesem Kontext aufgewachsenen Kinder stellen. Mit wenigen Worten gelingt es Jhumpa Lahiri den Zwiespalt deutlich zu machen. Wer ihre bisherigen Werke mochte, wird auch an »Einmal im Leben« Gefallen finden.

Jhumpa Lahiri: Einmal im Leben: Eine Liebesgeschichte.
Rowohlt, Oktober 2008.
176 Seiten, Hardcover, 16,90 Euro.

Janine Gimbel

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