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Anne Holt: Der norwegische Gast
Jetzt bestellen bei amazon.de! Was wohl niemand erwartet hat, nicht einmal nach ihrer kleinen Rolle in der „Präsidentin“: Hanne Wilhelmsen ist wieder da - als Ermittlerin. Bei einer missglückten Polizeiaktion wurde sie angeschossen und sitzt seitdem im Rollstuhl - für immer, wie sie glaubt. Aber Hanne wäre nicht Hanne, wenn sie sich einfach so mit allem abfinden würde. Aus diesem Grund sitzt sie im Zug auf dem Weg zu einem Spezialisten, als eben dieser Zug entgleist. Der Lokführer ist der erste Tote dieses Romans, noch kein Mordopfer, aber er wird nicht der Einzige bleiben. Denn der ganze Zug wird in ein entlegenes Berghotel evakuiert, das zwar außer den schneebedeckten Bergen keinerlei Ähnlichkeit mit dem Overlook aufweist, aber deswegen nicht weniger unheimlich ist.

Die Evakuierten werden auf unbestimmte Zeit von einem Schneesturm eingeschlossen und es entwickelt sich die übliche Grundstimmung solcher Schicksalsgemeinschaften: Da gibt es die Unheimliche, den jungen Rebellen, die nervige Sich-in-alles-Einmischerin, den Kümmerer mit der handwerklichen Begabung und Viele mehr. Dann geschieht der erste Mord, kurz darauf der zweite und aus dem gemütlichen Hotelaufenthalt wird ein Abenteuerurlaub. Mit Betonung auf Abenteuer.

Es ist eine schön gruselige Stimmung mit einem leichten Schlag ins Soziale, die Anne Holt in ihrem Roman aufbaut. Angepriesen als Hommage an den klassischen Kriminalroman ist das Setting wirklich wie aus einem Edgar-Wallace-Krimi: abgelegenes Haus, lauter sich untereinander Unbekannte, Morde, eine Kommissarin. Denn sie ist noch Kommissarin, die alte Hanne Wilhelmsen, auch wenn sie das als Allerletzte wahrhaben will. Es liegt ihr einfach im Blut und daran kann ihre körperliche Behinderung nichts ändern: Ihr Geist bleibt hellwach und ebenso neugierig wie misstrauisch. Wie immer setzt sie ihre ganz eigenen Prioritäten und ahnt im Gegensatz zum Rest der Eingeschlossenen sehr schnell, dass der vielleicht königliche - gerüchteumrankte - Wagen am Ende des Zuges beileibe nicht das Interessanteste in dieser Szenerie ist.

Der Roman ist in zwölf Kapitel eingeteilt, das entspricht den zwölf Windstärken auf der Beaufort-Skala. Jedem Kapitel ist eine kurze Beschreibung der Windstärke vorangestellt und so wie der Wind zunimmt bis zum Alles zerstörenden Orkan nimmt auch der Egoismus der eingesperrten Menschen zu - und die Spannung des Buches.

Fazit: Schöner Krimi aus dem Land der langen Nacht.


Anne Holt: Der norwegische Gast.
Piper, August 2008.
336 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro.

Regina Lindemann

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