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Erich Kästner: Fabian: Die Geschichte eines Moralisten (1931)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Was kommt einem beim Namen Erich Kästner in den Sinn? Ja, Pünktchen und Anton, Das doppelte Lottchen, Emil und die Detektive, vielleicht fällt manchem noch ein, dass da doch mal ein Schwein beim Frisör war. Dass Kästner nicht nur gute Kinderbücher hinterlassen hat, geht dabei fast unter. »Fabian: Die Geschichte eines Moralisten«, ein Buch, das sich ganz und gar nicht für Kinder eignet, ist 1931 erschienen und spielt in Kästners damaliger Heimatstadt Berlin zu Beginn der Dreiziger Jahre. Passend dazu nimmt es ganz besonders das Ende der Weimarer Republik und die in der Stadt spürbaren Veränderungen unter die Lupe. »Fabian« wird zu den Großstadtromanen gezählt, die vor allem um 1930 entstanden sind.
Dieses Werk ist mit Grund gewesen, dass Kästners Bücher nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wie die vieler anderer Autoren verbrannt und verboten wurden.

Jakob Fabian, der Moralist, hat es zu Beginn der Dreißiger nicht einfach: Das Leben ist von Unmoral durchzogen, Laster wartet an jeder Straßenecke. Zudem lebt er ziellos in den Tag hinein und hält sich als Reklametexter über Wasser. Sein Freund Stefan Labude hingegen ist finanziell durch seine Familie gesichert. Dann lernt Fabian die Juristin Cornelia kennen und begibt sich in eine Beziehung mit ihr. Für Stabilität in seinem Leben sorgt sie jedoch kaum, denn als er seinen Job verliert, verlässt sie ihn kurze Zeit später. Und selbst für Labude sieht das Leben nicht mehr rosig aus. Als er eine Nachricht erhält, dass seine Habilitationsschrift nicht angenommen werde, erschießt er sich. Fabian entschließt sich daraufhin zu einer Auszeit und möchte Berlin verlassen.

Da ein großer Teil der Kapitel für Fabians Beobachtungen verwendet wird, gibt der Roman einen interessanten Einblick in das damalige Leben, man kann sich als Leser selbst an den Rand stellen und zuschauen. Dabei verweilt man keinesfalls lange an einer Stelle, rasche Szenenwechsel sind an der Tagesordnung.
Zahlreiche Bezüge zu Kästners eigener Biographie lassen sich in der Handlung des Buches ablesen. So teilen sich die Protagonisten mit ihm das Studienfach, Fabian und Kästner wuchsen beide in Dresden auf, ja sogar beim Schicksal Labudes lassen sich Parallelen ziehen.

Als Satire angelegt, mangelt es »Fabian« nicht an Wortwitz. Auch bleibt Fabian lange Zeit der Überzeugung, dass die Anständigkeit siegen wird, selbst als sich auch seine Freundin gegen ihn wendet, da sie der Überzeugung ist, dass man den Dreck nur verlassen könne, wenn man sich dreckig mache. Ganz automatisch wirft das auch die Frage auf, ob dieses Werk nicht immer noch Gültigkeit habe. Die Themen, die dann vordergründig angesprochen werden würden, sind freilich andere, aber die Grundaussagen könnte der Autor auch in der heutigen Zeit problemlos treffen.

Wer die andere Seite des Erichs Kästners kennen lernen möchte, sollte sich »Fabian« nicht entgehen lassen. Lohnswerte Lektüre mit aufschlussreicher Gesellschaftskritik.

Erich Kästner: Fabian: Die Geschichte eines Moralisten (1931).
Dtv, 1989.
245 Seiten, Taschenbuch, 7,90 Euro.

Janine Gimbel

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