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Hilke Rosenboom: Das falsche Herz des Meeres
Jetzt bestellen bei amazon.de! Auf die kleine Insel Wangerooge und um die halbe Welt des 19. Jahrhunderts führt uns das Seeabenteuer „Das falsche Herz des Meeres“. Vorbei an orientalischen Palästen, Unwettern auf hoher See und der Schneiderwelt Venedigs. Wir sitzen auf den Schultern der hitzköpfigen Leevke Magnussen, Tochter eines angesehen Walfängers, die bis zu ihrem 14. Lebensjahr eine behütete Zeit verbrachte. Doch bei der Geburt ihres kleinen Bruders sterben er und Leevkes Mutter. Als der Vater von dem Versuch an Festland einen Doktor abzuholen nicht zurückkehrt, werden Leevke und ihre Schwester Ebba bei der Steuermannsfamilie Kattrepel untergebracht. Schon bald erkennt Leevke, dass die Fürsorge der Familie nicht aus Barmherzigkeit entspringt. Leevke soll nämlich einen der Söhne heiraten. Ein solcher Plan will Leevke und ihrem rot gelockten Dickkopf allerdings nicht gefallen und sie macht sich auf, um den fremden Seemännern die vor der Küste ankern, ein wertvolles Schmuckstück zu verkaufen und in die Unabhängigkeit zu gehen. Stattdessen wird sie entführt.

Und auch als der Araber Hanrib el Aniil sie rettet, bietet sich ihr keine Möglichkeit in ihre Heimat zurückzukehren. Denn sie wird in dem fremden, orientalischen Land festgehalten.
Obwohl man sich erzählt Leevkes Heimatinsel sei von einer Flutwelle verschüttet worden, lässt Leevke keine Gelegenheit aus, um zu fliehen und Hanrib keine, sie zu verfolgen.
Ein wildes Fang- und Versteckspiel beginnt, während dessen sich Leevke ihr unbekannte Talente offenbaren.

Der Stoff, aus dem „Das falsche Herz des Meeres“ genäht wurde, ist eindeutig unter die Buchstaben LAR zu ordnen – Liebes- und Abenteuerroman. Eine unterhaltende, spannende Geschichte mit einer etwas zu durchsichtigen Rahmenhandlung. Dafür würzt Rosenboom die Geschichte mit interessanten und durchaus vielschichtigen Charakteren, die meisten stur und verschlossen, aber auf Umwegen hinter schaubar. Die einzelnen Personen kennenzulernen, den ersten Eindruck über sie zu redigieren, oder sich überraschen zu lassen, macht das Abenteuer besonders fesselnd.

Außerdem springen dem Leser aus den Seiten Leidenschaften entgegen – für Bücher, für Seide oder für die weite See. Die Autorin schildert im Vorwort selbst kurz ihre Erinnerungen an die Seemannskindheit, die sie führte. Diese liebevolle Atmosphäre überträgt sie in ihren Roman. Und auch wenn man während der Seeszenen nicht alle Begriffe genau den Masten und den Tauen zuordnen kann, zieht dies keine Enttäuschung mit sich. Denn Rosenboom setzt zwar einen deutlichen Akzent auf die Seetermini und die Korrektheit der authentischen Komposition, doch ihr gelingt es auch, dies für den Leser als notwendiges und verfeinerndes Mittel zu vermitteln. So fühlt sich der Leser eher fasziniert als isoliert, statt bloßgestellt eher privilegiert. Denn er darf in den Kopf der betörenden Leevke schauen, er darf sie begleiten, wenn sie Hanrib und das Schneidernetz Venedigs verzaubert, sich mit ihrer eigenen Sturheit Steine in den Weg schiebt, oder hartnäckig ihr Ziel zu erreichen versucht.

Was „Das falsche Herz des Meeres“ süchtig machen kann, sind seine Charaktere, allen voraus Leevke Magnussen, die der Leser über fast vier Jahre lang verfolgt. Ihre gefestigte Einstellung, dass ihr das Leben derart klar vor den Füßen zu liegen scheint, und wie sehr sie das, wovon sie eigentlich überzeugt war, immer wieder auf die Knie zwingt, lassen den Leser diverse Mitgefühlsfacetten durchleben. Von Belustigung über Missverständnis, von Angst zu Freude, von Anspannung zu Erleichterung.
Ein Logbuch für gefühlsbetonte Seesüchtige, und solche, die nichts dagegen haben von dem feuchten Element eingefangen zu werden.

Hilke Rosenboom: Das falsche Herz des Meeres.
cbt, Juli 2008.
381 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Sabrina Greifenhofer

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