Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Markus Heitz: Blutportale
Jetzt bestellen bei amazon.de! Was haben eine Köchin mit eigenem Feinschmeckerrestaurant und der Inhaber eines Blumengeschäfts miteinander gemein?
Fast Nichts, ausser, dass sie unsere Welt vor der Zerstörung durch Dämonen retten sollen.

Doch beginnen wir am Anfang.

Will, ein begnadeter Florist, dessen Kreationen aus Blumen und Grün die Zierde einer jeden Tafel sind, lebt in einem hochherrschaftlichen Anwesen mitten in Hamburg. Obwohl des Geschäft des Halbinders gut läuft, könnte er sich solch ein Heim nie leisten. Doch ein ihm unbekannter Weltenbummler, der die alte Villa geerbt hat, suchte einen Hüter, und schon war das Glück perfekt.
Dass die Villa einen schlechten Ruf hat, dass frühere Bewohner Selbstmord begingen, dass er den Besitzer, den er nie kennengelernt hat, nur per Handy erreichen kann ist angesichts der unumstrittenen Vorteile zu verkraften.

Eines Tages aber bekommt er Besuch. Eine attraktive, offensichtlich vermögende Frau macht ihm im Auftrag ihres Chefs ein Angebot. Er soll den Verkauf der Villa in die Wege leiten, zur Not auch nur ein paar Monate ausziehen und schon wird sein Bankkonto gut gefüllt werden. Als er ablehnt rückt ein Schlägerkommando an, und macht aus seinem Laden Kleinholz.
So verlegt er kurzerhand, auch wenn ihm das verboten ist, seinen jährlichen Empfang für gute Kunden und Freunde in seine Villa.

Eingeladen ist auch Saskia. Als Gourmet-Köchin und Restaurantbesitzerin hat sie es in der Hansestadt zu einigem Ruf gebracht, doch die kleine, agile Frau verbirgt weit mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Sie gehört zu den besten Fechtern der Welt. Eine Teilnahme an Olympia hat sie abgelehnt, sie reizt nur der Gang auf der Blanche wenn es um alles geht – ein Duell aufs Blut, nur zu oft, bis aufs Leben.
Inzwischen hat sie in der geheimen „union des lames“ alle bis auf den seit Jahren, ja Jahrzehnten unangefochtenen Meister, den Maitre besiegt. Im letzten Duell aber hat sie der Maitre mit seinem Rapier gezeichnet. In ihre Haut wurde regelrecht eine Tätowierung geritzt, ein Sigel, das ihr rätselhafte Kräfte schenkt. Plötzlich hat sie Visionen, kann Kräfte aktivieren, die Gegner in der Luft zerreissen, Körper öffnen, wie wenn sie aus Papier bestehen würden und durch Raum und Zeit reisen.

Als sie ungewollt eine in der Villa eine verborgene Kammer öffnet und daraus ein Wächterwesen mit einem Schwert entweicht, kommt es zu Massaker. Fast alle Gäste werden ermordet, es sieht aus wie im Schlachthof. Arme und Beine, Köpfe und Rümpfe wurden säuberlich abgehackt.
Eine Sekte Teufelsanbeter und deren Gegner sind hinter den beiden zwar angeschlagenen, aber Überlebenden und das von ihnen in Besitz genommene Schwert her.
Auf der Flucht öffnet Saskia mit ihrer Gabe ein Tor in eine andere Dimension. Einer nackten Frau gelingt die Flucht, einer Frau, die nicht nur eine Frau ist, sondern eine Werwölfin, die ihrem Martyrium in der Hölle entflieht. Gemeinsam machen sich diese Drei auf die Suche nach fünf Artefakten mit denen man ein Tor in eine andere Dimension öffnen kann. Während ihre Verfolger, Teufelsanbeter, Vampire, Werwesen und der Maitre die Öffnung zur Hölle und den Zugang zur Erde für einen Dämon mit allen Mitteln erreichen wollen, suchen unsere Helden die Instrumente hierzu zu vernichten. Verfolgt von ihren Gegnern müssen sie zunächst ihre neuen Kräfte kennen und beherrschen lernen, mit einem neuen Pestausbruch in der Hansestadt ebenso fertig werden, wie mit den Kindern des Judas, mit hochtechnisierten Widersachern und Verrat in den eigenen Reihen. Als dann Engelsgleiche Wesen in die Jagd um die Artefakte und den Kampf eingreifen scheint alles verloren ...

Markus Heitz legt mit schöner Regelmässigkeit Bestseller vor. Seien es seine Ulldart-Zyklen, die Werke um die Zwerge oder die phantastischen Action-Thriller bei Knaur, die Bücher verkaufen sich wie warme Semmeln.

Dieses Mal fügt er seinem Universum des Übernatürlichen neue Facetten zu. In einem atemberaubenden Tempo rollt die Handlung ab. Dabei treten alte Bekannte auf, nimmt Heitz immer wieder Bezug auf die Geschehnisse, die er in seinen Werken „Kinder des Judas“ und dem Zweiteiler „Ritus / Sanktum“ thematisiert hat. Dennoch präsentiert sich die Handlung gänzlich frisch und eigenständig.

Das Buch konzentriert sich dabei ganz auf die relativ überschaubare Anzahl handlungsrelevanter Personen.
Wie üblich geht der Autor bei den Beschreibungen der exotischen Handlungsorte nicht in die Tiefe. Sei es das alte Kloster im tiefsten Russland, die Burg in Irland oder die Ruinen in Syrien, keiner der Orte lebt wirklich, nimmt vor den Augen des Lesers wahrhaftig Gestalt an.
Was Heitz hier an Recherche und Platz gespart hat, das steckt er in temporeiche Verfolgungsjagden und packende Kämpfe. Zwar irren unsere Helden naturgemäss auf der Suche nach den Relikten ein wenig orientierungslos umher, wissen lange Zeit nicht, wem sie trauen können, nach was sie suchen und wer ihre Gegner sind, doch die entsprechenden Schilderungen lesen sich packend.

Hier wird sicherlich wenig Charakterstudie gezeigt, dafür um so mehr abenteuerliche und geheimnisvolle Action. Das ist Kino für den Kopf, das lässt die triste Realität vergessen, das ist ein rasant erzählter Action-Knaller der die Schwächen in der Charakterentwicklung und der detailreichen Zeichnung der Settings durch die mitreissende Handlung vergessen lässt.

Markus Heitz: Blutportale.
Knaur-Verlag, Dezember 2008.
666 Seiten, Taschenbuch, 14,95 Euro.

Carsten Kuhr

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