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Richard Laymon: Die Show
Jetzt bestellen bei amazon.de! Sommer 1963 in einer Kleinstadt irgendwo in den USA. Die meist heile Welt ist noch überschaubar, die Kinder höflich, das Wetter gut, warm und sonnig und die Schüler, die gerade Ferien haben, erleben in der Natur tolle Abenteuer.

Ja, es war eine schöne, eine friedliche Zeit, damals, zumindest auf den ersten Blick. Eines Tages kleben Werbezettel an den Stassenlaternen, die für eine Vampir-Show Reklame machen.
Drei Freunde, Dwight, Rusty und das Mädchen Slim, alles sind sie erst 16 wollen, wenn sie schon in die einzige Abendvorstellung um Mitternacht nicht dürfen, wenigstens einen kurzen Blick auf die bestimmt betörende Vampirin werfen.

So machen unsere drei sich auf in Richtung Jenks Field, dem verrufenen Platz, auf dem die Vampir-Show gastiert. Einst als Tatort eines geistig gestörten Serienkillers bekannt geworden, später zu Teufelsbeschwörungen und wilde Sexorgien missbraucht, hat die Gemeinde eine Flutlichtanlage installiert und ein kleines Stadion errichtet, um dem skandalösen Treiben einen Riegel vorzuschieben. Doch statt auf geheimnisvolle Särge treffen unsere Drei zunächst auf eine verlassene Lichtung und einen tollwütigen Köter. Auf der Flucht vor diesem bleibt alleine Slim auf dem Dach des Fast-Food Standes zurück. Nur sie allein sieht die Ankunft der etwas anderen Zirkus´ und wird Zeuge von etwas, das sie nicht hätte sehen sollen. Zwar gelingt es ihr, sich abzusetzen, doch seitdem werden unsere drei Musketiere von Mitarbeitern des Zirkus verfolgt. Des Abends dann sind unsere Drei zusammen mit Dwights Schwägerin zu Gast bei der Vorstellung – ein Auftritt der besonders verstörenden Art ...

An was nur erinnerte mich der Grundtenor vorliegenden Romans, fragte ich mich im ersten Drittel des Buches.

Nicht unbedingt der Inhalt, aber die Anlage und die Protagonisten liessen Reminiszenzen an Stephen King und Robert McCammon aufkommen. Wie diesen gelingt es Laymon, seine jugendlichen Protagonisten nicht nur nachvollziehbar zu zeichnen, sondern auch überzeugend in ihrer persönlichen Entwicklung agieren zu lassen.

Das sind einmal nicht Erwachsene in dem Körper von Heranwachsenden, das sind pubertäre Jungs und Mädchen, die mit ihrem Körper, mit ihren Gefühlen und ihrer sich entwickelnden Sexualität ihre Probleme haben.
Sie werden als das dargestellt, was Menschen in diesem Alter einfach sind – hormongesteuerte Wesen, die sich selbst unsicher agieren, die sich beweisen wollen. Das Spiel mit verbotenen Gedanken, mit der Frage „was wäre, wenn“ das die Protagonisten immer wieder aufnehmen, lässt den Leser schmunzeln, zu gut kennt man dies aus der eigenen Jugend.

Unser Erzähler Dwight ist bis über beide Ohren in Slim verliebt. Nun war das eine Zeit, da vorehelicher Sex verpönt, ja in manchen Gegenden undenkbar war, in der der Blick auf eine Bikini-Umhüllte Brust schon als verrucht galt. So bleibt Vieles der Phantasie überlassen, zumal Slim, die als Kind von ihrem Vater missbraucht wurde, zunächst deutlich um Distanz bemüht ist. Auch in unserem Triumvirat nimmt sie einen besonderen Platz ein. Sie ist die Erfahrene, Abgeklärte, die die Richtung vorgibt.

In diese heile Welt, die über weite Strecken des Romans aufrechterhalten wird, bricht dann das Grauen nur um so abrupter ein. Im Finale, das alles, was wir bis dahin gelesen und unterstellt haben auf den Kopf stellt, ist der Leser geschockt und gebannt, wie das Wild im Anblick des tödlichen Jägers. Plötzlich wird deutlich, warum vorliegender Roman mit dem Bram Stoker Award, dem renommiertesten Horror-Preis ausgezeichnet wurde, es wird beängstigend blutig.

Natürlich ist dies nicht nur eine Vampir-Horrorgeschichte. In erster Linie ist es ein Roman um Freundschaft und Liebe, um das Aufwachsen in einem behüteten Heim. Und als solcher berühren die Charaktere und ihr Schicksal den Leser, erinnert die Denkweise doch nur zu oft an die eigene Jugend.

Richard Laymon: Die Show.
Heyne, September 2008.
524 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro,.

Carsten Kuhr

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