Das alte Buch Mamsell
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Peggy Wehmeier zeigt in diesem Buch, dass Märchen für kleine und große Leute interessant sein können - und dass sich auch schwere Inhalte wie der Tod für Kinder verstehbar machen lassen.
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Richard Aleas: Tod einer Stripperin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Vor zehn Jahren trennten sich die Wege von John Blake und Miranda Sugarman. Sonderlich viel hat sich aus den ehrgeizigen Zielen der beiden nicht entwickelt: Hauptperson Blake ist mittlerweile Privatdetektiv im Büro von Leo Hauser und Miranda Sugarman statt Ärztin zu einer Stripperin geworden. Die Wege der beiden kreuzen sich erneut, als John in der Zeitung vom Tod seiner früheren Jugendliebe liest.

Der Privatermittler nimmt sich des Falles an; sein einziges Ziel ist es, herauszufinden, was Miranda zu ihrem einschneidenden Lebenswandel bewegt hatte und wer sie warum umgebracht hat. Bei der Suche nach den Hintergründen aus Mirandas Doppelleben gerät er jedoch immer tiefer in das perfide Spiel eines wahren Teufels …

Im Herbst 2008 meldete sich die „Hard Case Crime“-Reihe des Berliner Rotbuch-Verlags mit gleich vier neuen Exemplaren zu Wort. Diesmal ist neben Donald E. Westlake („Mafiatod“), Christa Faust („Hardcore Angel“) und Mickey Spillane mit Max Allan Collins („Das Ende der Straße“) auch Richard Aleas alias Charles Ardai unter den Autoren zu finden, kein geringerer als der Herausgeber der „Hard Case Crime“-Reihe in den USA, und zwar mit dem Titel „Tod einer Stripperin“.

Wie bereits die ersten drei Romane der Reihe sind sämtliche Elemente der Story alle schon mal in anderer Zusammenstellung da gewesen, d. h. man kann den Plot weder als originell noch sonderlich innovativ bezeichnen. Die alte Jugendliebe, der Detektiv und die zwielichtigen Drogengeschäfte sind nicht grade neu. Das Besondere an „Hard Case Crime“ liegt viel mehr in der Atmosphäre und in den Charakteren der Hauptfiguren. Etwas unterscheidet dabei den „Tod einer Stripperin“ von den ersten drei Krimis „Abschied ohne Küsse“, „Abzocker“ und „Flop“ grundlegend – die Hauptperson kommt ein wenig zu glatt und gesetzestreu daher:

„Etwas in mir wünschte sich eine härtere Form der Gerechtigkeit, (…) etwas in mir fand, (…) hatte diese Art von Vergeltung verdient. Aber (…) Gerechtigkeit bekam man nicht unter vorgehaltenem Messer geliefert.“ – („Tod einer Stripperin, S. 212)

Logisch, man erwartet in einem Hardboiled-Krimi nicht unbedingt Rambo auf Speed, aber die mehr oder weniger hausbackenen Moralvorstellungen von Hauptperson John Blake erinnern eher an die derzeit den Markt massenweise überschwemmenden, eindimensionalen Ermittler. Da hatten die im Frühjahr 2008 erschienen HCC-Romane aber Hauptfiguren zu bieten, die weitaus mehr an „hardboiled“ zu bieten hatten als der eher gutmensch-artige Blake. Gesetzeslose Hauptfiguren oder solche mit eher zweifelhafter Herkunft sind zwar auch nicht unbedingt vielschichtiger von der Struktur her, aber immerhin nicht derart weichgespült und pseudo-moralisch. Dadurch bleibt auch die Hauptperson des Romans weitgehend farblos und blass.

Darüber hinaus finden sich in Aleas’ Stil kaum solch witzig-geistreiche Sprüche wie beispielsweise in Keb Bruens und Jason Starrs Kollaboration „Flop“: Der 3. HCC-Krimi sprühte nur so vor Ironie, Wortwitz und zündenden Pointen – auch dieses Merkmal spielt hier eher im Hintergrund. Zwar scheint John Blake mit seinem Leben auch nicht allzu überglücklich zu sein, aber von schwarzem Humor fehlt hier jede Spur.

Fazit: Routiniert geschriebener Krimi mit relativ wenigen Überraschungen, der aber dennoch einen gewissen Unterhaltungswert aufweist. Durchaus lesenswert und für mehr oder weniger kalte Wintertagen sicherlich empfehlenswert.

Richard Aleas: Tod einer Stripperin.
Rotbuch Verlag, September 2008.
250 Seiten, Taschenbuch, 9,90 Euro.

Martin Palm

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