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Philip Pullman: Tödliche Missverständnisse
Jetzt bestellen bei amazon.de! Auf einer Party lernt Chris ein Mädchen kennen, das in Gefahr geraten ist. Während sie sich versteckt, wimmelt er die Typen ab, die hinter ihr her sind. Doch auch danach gibt sich die Fremde verschlossen. Chris weiß nur, dass sie Jenny heißt und in seinen Augen wunderschön ist. Er möchte sie gerne wieder sehen, doch Jenny lässt sich darauf nicht ein und verschwindet wortlos in der Dunkelheit. Von diesem Moment an hält der 17-Jährige in Oxford nach ihr Ausschau – und der Zufall will es, er sieht sie wirklich wieder. Obwohl er bereit wäre, alles für sie zu tun, bleibt Jenny vorerst verschlossen und verschweigt ihm einen Großteil ihrer Vergangenheit. Jene verborgenen Geschichten holen sie erst ein, als es mit Chris und ihr bergauf zu gehen scheint. Und dann verlieren sich die beiden erneut aus den Augen ...

»Tödliche Missverständnisse« hat Philip Pullman verfasst, bevor er sich mit der Trilogie um den Goldenen Kompass beschäftigte. Der für Jugendliche geschriebene Thriller erscheint lediglich in Deutscher Erstausgabe wesentlich später. Lyra und die Magie, die das Mädchen umgibt, werden Leser hier eher vergebens suchen. Die Handlung ist ohne den leisesten Hauch von Fantasy angelegt, man findet sich aber dennoch in Oxford wieder. Der erste Satz, „Chris Marshall traf das Mädchen, das er töten würde, in einer warmen Juninacht ...“, verspricht mehr als das Buch zu halten vermag. Chris selbst stellt einmal fest, dass er sich wie der Teil eines Fernsehkrimis vorkommt – da hat er meiner Ansicht nach nicht Unrecht. Der gesamte Plot wirkt unheimlich konstruiert und verliert zur Mitte hin besonders an Glaubwürdigkeit.

Sehr gelungen hingegen sind die Abschnitte der Kapitel, die die jeweils von Chris neu gewonnenen Erkenntnisse und halbe Wahrheiten komplettieren. So erzählt ihm beispielsweise auch Jenny zu Beginn ihrer Freundschaft nur einen Teil ihrer Geschichte, der dann vervollständigt wird, ohne dass Chris ihn als Ganzes wahrnehmen kann. Dieses Verwirrspiel fällt äußerst positiv auf und schafft es zum Ende des Buches, diesem wirklich Tempo zu verleihen und die Wahrnehmung des Lesers durcheinander zu bringen. Die letzten Seiten sind vielleicht sogar das Lesenswerteste am ganzen Werk.
Die Entscheidung zu Perspektivwechseln innerhalb der Erzählung kommt diesem Thriller zugute, wenn auch die Teile, die Jenny näher betreffen, nicht immer überzeugend sind. Man versteht bis zur letzten Seite nicht wirklich, was ihr an Chris liegt. Die Begeisterungsfähigkeit, die bei dem jungen Mann vorhanden ist, kommt bei ihr nicht auf.

An der Stärke eines Philip Pullman fehlt es hier klar. Stilistisch fallen keine Besonderheiten ins Auge, »Tödliche Missverständnisse« kann nicht verleugnen, dass es lediglich ein Erstlingswerk des mittlerweile hochgeschätzten Autors ist.

Philip Pullman: Tödliche Missverständnisse.
Carlsen, September 2008.
189 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Janine Gimbel

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